Christina Sawatzki verlässt Akademie

Christina Sawatzki verlässt Akademie

© Karin Baumann / EAzB

Zum 1. April scheidet Christina Sawatzki als Studienleiterin für Theologie und interreligiösen Dialog aus dem Team der Evangelischen Akademie zu Berlin aus. Seit August 2023 hatte sie den Dialog bzw. Trialog insbesondere der abrahamitischen Religionen im Kontext einer weltanschaulich pluralen Migrationsgesellschaft vorangebracht.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der Theologie im Dialog der Religionen. Christina Sawatzki etablierte Diskussions- und Bildungsveranstaltungen, in denen Religion und Theologie nicht nur beiläufig behandelt, sondern kritisch reflektiert wurden. Damit präsentierte sie die Akademie als Ort, an dem komplexe und sperrige Inhalte thematisiert und zugleich den der Religion innenwohnenden Potenziale Raum gegeben wird. Mit diesem Fokus prägte sie das Profil des Fachbereichs. Besonders hervorzuheben ist dabei die Reihe „Extreme Zeiten!“, die Religion als Zielscheibe und Ausgangspunkt extremistischen Denkens beleuchtet und gemeinsam mit dem interreligiösen Netzwerk Grenzgänge veranstaltet wird.

Prägend waren darüber hinaus die Veranstaltungen Sawatzkis an der Schnittstelle von Religion und Politik, bei denen innerreligiöse und theologische Perspektiven in gesellschaftspolitische Debatten im Mittelpunkt standen. Dazu gehörte etwa die Tagung Religionspolitik gemeinsam neu denken, die im Rahmen des Projekts MuslimDebate 2.0 in Kooperation mit der Alhambra Gesellschaft e.V. stattfand.

Grundsätzliches Anliegen war es der Theologin, junge Zielgruppen und insbesondere nicht-theologische Multiplikator*innen für Fragen von Religion und Theologie zu sensibilisieren. Ein Bespiel ihrer Tätigkeit in dieser Hinsicht ist die interreligiöse Workshopreihe Feminismus und Religion, die in Kooperation mit dem Jungen Forum der Religionen entstand.

„Das rege Interesse an diesen Veranstaltungen, wie auch an der Reihe Extremen Zeiten! zeigt, dass Fragen der Theologie und Religion weit über die Grenzen religiöser Gemeinschaften hinaus von Relevanz sind“, bilanziert Chrstina Sawatzki. „Das sollte uns ermutigen, diese Themen weiter öffentlichkeitswirksam zu bespielen.“

„Die Entscheidung, die Akademie und dieses großartige Team zu verlassen, ist mir sehr schwergefallen“, sagt die Theologin. „Aber ich freue mich, als Studienleiterin des Projekts „Extreme Zeiten!“ Teil der Akademie zu bleiben.“ Künftig wird Christina Sawatzki als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen der Universität Regensburg tätig sein.

Extreme Zeiten!

Reihe zu Religion als Zielscheibe und Ausgangspunkt extremistischen Denkens

Extreme dominieren gerade die Debatten. Das zeigt sich nicht nur daran, wie die Geschehnisse im Nahen Osten direkt und indirekt Einfluss auf das gesellschaftliche Leben in Deutschland nehmen und Antisemitismus wie antimuslimischen Rassismus aufkochen lassen. Es wird auch an den besorgniserregend …

Religionspolitik gemeinsam neu denken

epd-Dokumentation zur Fachtagung

Religionspolitische Fragen sind in jüngster Zeit mit neuer Dringlichkeit ins Zentrum politischer Debatten gerückt. Zu den Anlässen gehören ein rasanter Anstieg antisemitischer Straftaten, zunehmender antimuslimischer Rassismus, aber auch islamistische Demonstrationen in deutschen Großstädten. Der …

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Christina Sawatzki

Projektstudienleiterin Extreme Zeiten

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