„Geisterbahn“
Geschichte einer fiktiven Sinti-Familie

© Rebecca Fisch
Durch die Geschichte einer fiktiven Sinti-Familie zeichnet Ursula Krechels Roman „Geisterbahn“ ein Porträt der deutschen Gesellschaft vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Am Vorabend des internationalen Holocaust-Gedenktags hat die Büchner-Preisträgerin bei uns aus ihrem Roman gelesen.
Der Großteil der Familie im Roman wird von den Nationalsozialisten ermordet; die Familie verliert jede Existenzgrundlage und hat kein Vertrauen mehr in Nachbarn und Institutionen. „Geisterbahn“ erzählt ihre Geschichte über fast 100 Jahre, von der Vorkriegszeit und der bald einsetzenden Verfolgung über den Holocaust und die Nachkriegszeit bis in die nachfolgende Generation.
Angelehnt ist diese Erzählung an die reale Familiengeschichte des Holocaust-Überlebenden Christian Pfeil, der 1944 im Ghetto in Lublin geboren wurde. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die literarische Verarbeitung des Grauens von Holocaust und andauernder Diskriminierung. Zum geplanten Austausch zwischen Christian Pfeil und Ursula Krechel kam es leider nicht, weil Pfeil kurzfristig erkrankte und seine Teilnahme absagen musste.
Zu der Veranstaltung lud die Akademie in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma als Netzwerk Sinti Roma Kirchen ein. Das Netzwerk Sinti Roma Kirchen ist Bestandteil des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus, der im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
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Erschienen am 30.01.2026
Aktualisiert am 30.01.2026











