Marie Hecke wird EKD-Antisemitismusbeauftragte
Ratsbeschluss sichert Arbeitsbereich der Akademie dauerhaft ab

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Die Evangelische Akademie zu Berlin freut sich über die Entscheidung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EDD), ihre künftige Studienleiterin Marie Hecke zur neuen EKD-Beauftragten für den Kampf gegen Antisemitismus zu berufen. Hecke wird zum Jahreswechsel Nachfolgerin von Christian Staffa als Studienleiterin an der Akademie und durch den Ratsbeschluss nun auch als EKD-Beauftragte.
„Die theologische Auseinandersetzung mit den christlichen Wurzeln des modernen Antisemitismus ist gerade in diesen Zeiten von zentraler Bedeutung für das Selbstverständnis und das gesellschaftliche Wirken der evangelischen Kirche“, sagte Akademiedirektorin Friederike Krippner. „Marie Hecke engagiert sich seit vielen Jahren zu diesen theologischen Fragen und im christlich-jüdischen Dialog. Dass die Arbeit der Akademie mit ihren vielfältigen Netzwerken und Projekten nun dauerhaft abgesichert ist und eng mit der EKD-Beauftragung für den Kampf gegen Antisemitismus verbunden bleibt, ist ein wichtiges Signal.“
Zu den Aufgaben der EKD-Antisemitismusbeauftragten gehören insbesondere die Beratung kirchlicher Leitungsorgane, die kritische Auseinandersetzung mit antisemitischen und antijüdischen Denkmustern in Kirche und Gesellschaft sowie die Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. 2019 hatte der Rat der EKD Christian Staffa als ersten Beauftragten berufen. 2023 bekräftigte die EKD-Synode mit ihrem Beschluss „Christlicher Glaube und Antisemitismus sind unvereinbar“ die Bedeutung dieser Arbeit und sprach sich für ihre dauerhafte strukturelle Absicherung aus.
Staffa geht zum Jahresende in den Ruhestand. Marie Hecke tritt seine Nachfolge an der Akademie zum 1. Januar 2027 als Studienleiterin für Antisemitismuskritik und Kirche an.
Fehrs: Solidarität mit jüdischen Menschen ist bleibende Aufgabe der Kirche
Die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, erklärte in einer Pressemitteilung der EKD: „Wo Jüdinnen und Juden nicht sicher leben können, ist die Freiheit aller bedroht. Wir stehen als evangelische Kirche fest an der Seite jüdischer Menschen. Das ist Teil unserer christlichen Verantwortung und eine bleibende Aufgabe unserer Kirche.“ Mit Pfarrerin Hecke übernehme eine ausgewiesene Theologin und langjährige Expertin für den jüdisch-christlichen Dialog die Beauftragung für den Kampf gegen Antisemitismus
Zugleich würdigte Fehrs die Arbeit des bisherigen Beauftragten: „Christian Staffa hat uns immer wieder vor Augen geführt, wie tief antijüdische Denkmuster auch in der christlichen Tradition verwurzelt sind. Er hat die Auseinandersetzung damit in unserer Kirche entscheidend vorangebracht.“
Erschienen am 12.10.2026
Aktualisiert am 12.10.2026


