Mit Gott gegen die Demokratie
Buchvorstellung und Diskussion mit Arnd Henze

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Am Tag der Veröffentlichung hat Arnd Henze bei uns sein neues Buch „Mit Gott gegen die Demokratie“ vorgestellt und diskutiert. Darin beschreibt der Journalist und Publizist den Christlichen Nationalismus in den USA als eine totalitäre Ideologie, die weder die Trennung von Staat und Religion noch die Prinzipien von Machtbegrenzung, Gewaltenteilung und Religionsfreiheit akzeptiert.
Mit Henze sowie mit Bischof Christian Stäblein diskutierte Akademiedirektorin Friederike Krippner, vor welche Fragen dieses Phänomen die Kirchen stellt und wie weit historische Vergleiche dabei tragen. Live aus den USA teilte außerdem Professorin Sabine von Mering, Direktorin am Center for German and European Studies an der Brandeis University, ihre Einschätzung zur dortigen politischen Lage.
In seinem Buch zeigt Arnd Henze: Die Inszenierung des Kults um US-Präsident Donald Trump und das rigide Vorgehen von dessen Regierung gegen Minderheiten und Gegner provozieren in den USA zunehmend Vergleiche zu Deutschland in der NS-Zeit. Für den transatlantischen Dialog ist das eine Herausforderung. Denn voreilige Analogien zur deutschen Vergangenheit gelten in unserer Erinnerungskultur als tabu.
In der Diskussion ging es deshalb um Fragen wie: Stellen sich in den USA heute tatsächlich ähnliche Fragen wie die, vor denen die Kirchen in Deutschland in den 1930er Jahren standen? Lässt sich etwas aus der Vergangenheit lernen, um das Bündnis von Trumps „MAGA“-Bewegung und religiösen Kräften zu verstehen und darauf angemessen zu reagieren – in den USA, aber auch in Deutschland? Und wie steht es um den christlichen Nationalismus in Deutschland? Bedroht er auch hier unsere Demokratie?
Erschienen am 13.03.2026
Aktualisiert am 13.03.2026


