Zwischen Projektion und Reflexion

Zwischen Projektion und Reflexion

Film als Zugang zur jüdischen Geschichte und Gegenwart

Foto einer markant geschwungenen, weißen Hausfassade im Bauhaus-Stil

© Psinderbrand (CC BY 2.0) via Wikimedia Commons | Fassade des Hotels Cinema in Tel Aviv, das ursprünglich als Kino erbaut wurde

Ein neuer Sammelband dokumentiert Beiträge von Filmseminaren, mit denen der Zentralrat der Juden in Deutschland die vielschichtige Verbindung von jüdischer Erfahrung und Filmgeschichte erkundet hat. Die Beiträge – darunter einer unseres Studienleiters Christian Staffa – verdeutlichen, wie das Medium Film jüdische Narrative reflektiert und prägt.

Filme eröffnen nicht nur Perspektiven auf unsere Welt und die jeweiligen Gesellschaften, sondern sie schaffen eine eigene Welt: In ihr sind Zeit und Gedächtnis zentrale Kategorien. Damit hat sich die Filmtheorie schon früh befasst. Der scheinbar selbstverständliche Verlauf von Zeit, die objektive Wirklichkeit und die Trennung von Gegenwart und Vergangenheit können im bewegten Bild hinterfragt werden.

Der Sammelband Zwischen Projektion und Reflexion, erschienen in der Schriftenreihe der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, dokumentiert Beiträge von Filmseminaren des Zentralrats. Die Seminare verknüpften umfangreiche Filmprogramme mit Vorträgen, Filmgesprächen und Diskussionen und erkundeten so die vielschichtige Verbindung von jüdischer Erfahrung und Filmgeschichte – sowohl in der Analyse der Leinwandwerke als auch im Kontext ihrer Entstehung. 

Von der Darstellung jüdischer Identitäten über historische Aufarbeitungen, der Erfahrung von Exil und Migration, Film als Erinnerungsmedium, Geschlechterbildern, der Rolle der Musik bis hin zum Thema der Rache: Die Beiträge verdeutlichen, wie das Medium Film jüdische Narrative reflektiert und prägt. Akademie-Studienleiter Christian Staffa etwa behandelt in seinem Beitrag Rache im Film als christlich-antijüdische Zuschreibung.

Der Band gewährt damit Einblicke in lebendige Debatten, theoretische Perspektiven und die kreativen Prozesse hinter den besprochenen Werken.

Mit Beiträgen von Johannes Becke & Tom Khaled Würdemann | Saskia Benter Ortega | Philipp Dinkelaker | Eik Dödtmann | Achim Doerfer | Nina Goslar | Irina Gradinari | Julie Grimmeisen | Doron Kiesel | Imme Klages | Andreas Lob-Hüdepohl | Jascha Nemtsov | Adrian Oeser | Eugen Pfister | Johannes Praetorius-Rhein | Naomi Rolef | Sebastian Schirrmeister | Véronique Sina | Christian Staffa | Joachim Valentin | Christiane von Wahlert | Hans-Jürgen Wirth | Lea Wohl von Haselberg

Schuldverstrickungen im Erinnerungsdiskurs

Buch zur Tagung „Vor lauter Schuld“

Schuldfragen sind auf vielfältige Weise mit jüdischem Leben in Deutschland verwoben. Sie behalten ihre Aktualität im gegenwärtigen Antisemitismusdiskurs. Schuldgefühle unter Jüdinnen und Juden – etwa die Überlebensschuld derer, die der Shoah entrinnen konnten, während ihre Verwandten ermordet …

AG jüdisch und christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag

AG jüdisch und christlich

Jüdisch-christlicher Thinktank seit 1961

Die AG jüdisch und christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag hat sich zur Aufgabe gesetzt, die jüdisch-christlichen Beziehungen in ihren unterschiedlichen historischen Epochen zu reflektieren und aufzuarbeiten. Der Geschichte der Ausgrenzung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch die …

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Dr. Christian Staffa

Studienleiter Demokratische Kultur und Kirche, Beauftragter der EKD für den Kampf gegen Antisemitismus

Telefon (030) 203 55 - 411

Buchcover des Sammelbands

© Hentrich & Hentrich Verlag

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