Glaube, Theologie und Naturwissenschaft

Nichts als Hirngespinste?

Glaube, Theologie und Naturwissenschaft

© privat

Galileo-Statue vor dem Carnegy-Museum in Pittsburgh

Gesucht wird zum Beispiel im Großhirn. Der dortige Lobus parietalis superior, auch Scheitellappen genannt, soll für das religiöse Erleben zuständig sein, meinen Wissenschaftler, die religiöse Phänomene mit Methoden der Hirnforschung zu erklären versuchen. Auch Neurobiologen und andere Naturwissenschaftler beschäftigen sich mit Phänomen des Glaubens. Die Zeiten, in denen Religion als Opium des Volkes galt, scheinen vorbei. Aber wie sehen sie aus, die modernen Perspektiven auf Religion und Glauben? Haben Moleküle mehr Macht über uns, als wir denken? Bahnt sich ein „neuer Materialismus“ an, der Denken und Menschsein als Folge von verschiedenen chemischen Prozessen erklärt? Warum ist der oft naturwissenschaftsfeindliche Fundamentalismus erneut auf dem Vormarsch?

„Nichts als Hirngespinste? Glaube, Theologie und Naturwissenschaft“ heißt der Europäische Bibeldialog, den die Evangelische Akademie vom 16. bis 20. April veranstaltet. „In Vorträgen, Diskussionsrunden und Bibelarbeiten wollen wir dem Phänomen der neuen Glaubens(an)fragen auf die Spur kommen“, sagt Studienleiterin Tamara Hahn. Geplant sind unter anderem Beiträge zur Neurotheologie und über krank machende oder heilsame Gottesbilder. Referieren werden beispielsweise Dr. Reinhard Hempelmann und Dr. Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen.

Auf dem Programm stehen neben dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch auch eine Exkursion zum Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst aus Anlass des Jahrestags 70 Jahre Kriegsende. Eingeladen sind Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte wie Lehrer/innen, Theolog/innen und interessierte Gemeindeglieder. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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