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Gute Psychotherapie - eine Frage der Weltanschauung?

 
 

Tagung

Gute Psychotherapie - eine Frage der Weltanschauung?

Tagungsnummer
07/2011
18. - 20. März 2011
17:00 - 14:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Simone Ehm

 

Organisation

Belinda Elter

 
(030) 203 55 - 409

In Therapie und Beratung nehmen weltanschaulich gebundene Angebote zu. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das buddhistische Konzept der Achtsamkeit, das derzeit von vielen therapeutischen Schulen aufgegriffen wird. Hier werden bestimmte Haltungen und Einstellungen vermittelt, die vollständig nur in ihrem ursprünglich religiös-weltanschaulichen Kontext zur Entfaltung kommen können.

Weltanschaulich geprägte Angebote bedienen die Sehnsucht des Menschen nach Sinn und tragfähigen Werten. In der Vielfalt der Lebensentwürfe, Meinungen und Überzeugungen bieten sie Halt .Von ihrem Selbstverständnis her kann die Psychologie keine normativen Modelle vom gelingenden Leben liefern. Um jedoch den Bedürfnissen der Patienten nach Sinn und Orientierung gerecht zu werden, ist in den letzten Jahren auch innerhalb der anerkannten therapeutischen Verfahren ein Trend zur Spiritualisierung zu beobachten.

Weichen die Grenzen zwischen wissenschaftlicher Psychologie und weltanschaulicher Lebensdeutung damit auf? Inwieweit kann Psychotherapie überhaupt der Sinnfindung dienen? Und wie können Religion und Spiritualität professionell in therapeutische Angebote eingebunden werden? Vertreter aus der Praxis stellen in Arbeitsgruppen vor, wie sie mit existentiellen Fragen ihrer Klienten umgehen und auf deren religiöse und spirituelle Bedürfnisse eingehen. Präsentiert werden ausgewählte Verfahren, die in Deutschland bzw. in europäischen Nachbarländern kassenfinanziert sind.


Die Veranstaltung wendet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Theologie, Religionswissenschaften, Psychologie, Psychiatrie, Therapie, Medizinethik, Verbraucherschutz, Public Health sowie an interessierte Laien.


Wir laden Sie herzlich ein!


Simone Ehm

Evangelische Akademie zu Berlin


Dr. Michael Utsch

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen


Die Tagung ist bei der Psychotherapeutenkammer Berlin mit 11 Fortbildungspunkten zertifiziert.

Programm:

Freitag, den 18. März 2011


17.00 Uhr Anmeldung

18.00 Uhr Abendessen


19:00 Uhr Begrüßung und Einführung


19.15 Uhr Lebenssinn und Wertordnung – ein Thema für die Psychotherapie?

Prof. Dr. Michael Linden, Arzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin; Psychologischer Psychotherapeut, Berlin


Anschließende Diskussion


Ab 20.30 Uhr offener Abend


Samstag, den 19. März 2011


9.30 Uhr Psychotherapie zwischen Wissenschaft und Weltanschauung

Welche Bilder vom Menschen und vom gelingenden Leben leiten Therapie und Beratung?

Prof. Dr. Jürgen Kriz, Psychologe und Psychotherapeut, Osnabrück


10.30 Uhr Pause


11.00 Uhr Auf der Suche nach Sinn und Orientierung

Wie gehen Therapeuten mit existentiellen Fragen um?

PD Dr. Dr. Peter Kaiser, Psychiater und Religionswissenschaftler, Winnenden


12.30 Uhr Mittagessen


14.00 Uhr ARBEITSGRUPPEN

Wie können Religion und Spiritualität in therapeutische Prozesse integriert werden?


Jungsche Psychotherapie (BEREITS AUSGEBUCHT)

Dr. Elisabeth Grözinger, Theologin und Psychotherapeutin, Basel

Moderation: Katharina Jany, Psychotherapeutin, Berlin


Verhaltenstherapie (BEREITS AUSGEBUCHT)

Dipl. Psych. Edgar W. Harnack, Psychotherapeut, Berlin

Moderation: Esther Brodkorb, Ergotherapeutin, Berlin


Gestalttherapie

Dr. Lotte Hartmann-Kottek, Psychiaterin und Psychotherapeutin, Kassel

Moderation: Dr. Astrid Giebel, Theologin, Diakonisches Werk der EKD, Berlin


Psychoanalyse und Tiefenpsychologie (BEREITS AUSGEBUCHT)

Dr. Dr. Wilfried Ruff, Bad Berleburg

Moderation: Dr. Michael Utsch, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen


17.00 Uhr Austausch zu den Arbeitsgruppen


18.00 Uhr Abendessen


19.00 Uhr Offener Abend mit Musik von Joachim Hodeige, Berlin


Sonntag, den 20. März 2011


9.30 Uhr Andacht

Dr. Astrid Giebel, Theologin, Diakonisches Werk der EKD, Berlin


10.00 Uhr Pause


10.30 Uhr Welche Impulse kann das christliche Menschenbild in Therapie und Beratung liefern?

PD Dr. Andreas v. Heyl, Theologe, Neuendettelsau


11.30 Uhr Wodurch kann die Qualität von Psychotherapie und Beratung gesichert werden? Welche Forschung muss gefördert werden?

Dipl.-Psych. Heike Dierbach, Hamburg

Prof. Dr. Michael Märtens, Psychologe und Psychotherapeut, Frankfurt/M.


13.00 Uhr Mittagessen

Ende der Tagung

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