Geteilte Christenheit?

Abendforum

Geteilte Christenheit?

Die Evangelische Kirche im Kalten Krieg ACHTUNG: NEUER ORT

Tagungsnr.
38-3/2012
Von: 04.12.2012 17:00
Bis: 04.12.2012 21:00
Heilig-Kreuz-Kirche, Potsdam

Inhalt

Wir fragen nach dem Stand der Aufarbeitung der Geschichte der Kirche in der DDR, in West-Berlin und der Bundesrepublik zur Zeit der Teilung. Was lag in den vergangenen zwanzig Jahren außerhalb des Blickwinkels von Geschichtswissenschaft, Kirche und Journalisten?


Wie wirkt die Teilung der evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg bis heute nach? Wie hat die Kirche nach 1990 die Widerstandstradition der DDR-Opposition aufgenommen, wie hat sie Obrigkeitsnähe oder Sozialismusaffinität auch im Westen hinterfragt? Welche Position bezieht die Kirche gegenüber der Diktatur, wie steht sie heute zu ihrer eigenen Verantwortung?


Unser Ziel ist, den Dialog über die Vergangenheit innerhalb der Kirche, mit außerkirchlichen Welten und Historikern zu befördern.

Deutschland war geteilt – wie erging es der evangelischen Kirche? Nach der doppelten Staatsgründung hielten die Protestanten zunächst an ihrer Einheit fest – erst 1969 trennten sich die Kirchen und spiegelten die Zweistaatlichkeit ihrerseits im Nebeneinander von EKD und Bund der Evangelischen Kirchen der DDR wieder.


Wie entwickelten sich die Kirchen in Ost und West? Welche Rolle spielten sie in der jeweiligen Gesellschaft, der staatlich gelenkten und antiklerikalen der DDR und der libertär-säkularen der Bundesrepublik? In unterschiedlicher Form boten die Kirchen in den 80er Jahren Querdenkern Raum. Zudem öffneten viele Gemeinden in der staatlich gelenkten und kontrollierten DDR-Öffentlichkeit Schutzräume für Nonkonformisten. Wie verhielten sich die Kirchen in West-Berlin? Welche Konflikte und Eigenheiten trugen die Gemeinden und Ihre Mitglieder aus – wie viel Interesse wuchs wechselseitig, wie viel Ignoranz hält bis heute an? Wie kann die Kirche heute Mutige würdigen und wie gehen Gemeinden mit Schuld oder Desinteresse um?


Wir fragen nach dem Stand der Aufarbeitung der Geschichte der evangelischen Kirche in der DDR, in West-Berlin und der Bundesrepublik zur Zeit der Teilung. Was haben Geschichtswissenschaft, Kirche und Journalisten in den vergangenen zwanzig Jahren untersucht und beschrieben – was lag außerhalb des Blickwinkels von Wissenschaft und Öffentlichkeit?


Wie wirkt die Teilung der evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg bis heute nach? Wie hat die Kirche nach 1990 die Widerstandstradition der DDR-Opposition aufgenommen und entwickelt, wie hat sie Obrigkeitsnähe oder Sozialismusaffinität auch im Westen hinterfragt? Welche Position bezieht die Kirche gegenüber der Diktatur, wie stehen Protestanten heute zu ihrer eigenen Verantwortung?


Unser Ziel ist, den Dialog über die Vergangenheit innerhalb der Kirche, mit außerkirchlichen Welten und Historikern in Ost und West zu befördern.


An den drei Abenden nehmen wir jeweils unterschiedliche Themenkomplexe in den Blick: Flucht, Ausreise und Neubeginn, das Verhältnis der Kirche zum Staat sowie die kirchliche Friedensbewegung. Wir hören die Einführung aus geschichtswissenschaftlicher Sicht, treten dann in die Diskussion mit einem weiteren Historiker und mit Zeitzeugen aus Ost und West ein und fragen in einer Abschlussrunde, wie die Geschichte der Teilung in den Gemeinden in Berlin und Brandenburg sowie der schlesischen Oberlausitz bis heute nachwirkt und wie mit guten und bösen Erfahrungen aus der Vergangenheit heute umgegangen wird.


Sie sind herzlich eingeladen, sich an unseren Runden zu beteiligen.


Dr. Jacqueline Boysen, Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Marianne Subklew, Stellvertreterin der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Programm

III. Kirche und Gewalt

in der Heilig-Kreuz-Kirche, Potsdam



Einlass ab 16.30 Uhr


17.00 Uhr Begrüßung

Dr. Marianne Subklew


17.10 Uhr Impuls

PD Dr. Claudia Lepp, Leiterin der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte, München


17:30 Uhr Podium 1

Dr. Claudia Lepp,

Dr. Christian Halbrock, Abteilung Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, Berlin

Dr. Hans Jürgen Misselwitz, Theologe, Berlin

Dr. Claus-Dieter Schulze, Pfarrer i.R., Kommunität Grimnitz

Martin-Michael Passauer, Pfarrer i.R., Berlin

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen


18.30 Uhr Pause


19.00 Uhr Podium 2

Ulrich Schwarz, Journalist, Berlin

Heilgard Asmus, Generalsuperintendentin, Potsdam

Claas Henningsen, Pfarrer, Bad Belzig

Malte Koopmann, Pfarrer, Königs Wusterhausen

Moderation: Dr. Marianne Subklew


20.00 Uhr Schlusswort

Bischof Dr. Markus Dröge

Teilen

Leitung

Dr. Jacqueline Boysen

Projektstudienleitung Ost-Westeuropäisches Gedenkstättentreffen Kreisau

Telefon (030) 203 55 – 508 (über Silke Ewe)

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