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Kirche und Menschenfeindlichkeit - Erfahrungen mit dem Rechtsextremismus und die Änderung der Grundordnung

 
 

Fachtagung

Kirche und Menschenfeindlichkeit - Erfahrungen mit dem Rechtsextremismus und die Änderung der Grundordnung

Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin zum Gemeindekonsultationsverfahren in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Tagungsnummer
08B/2013
13. April 2013
10:00 - 14:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Heinz-Joachim Lohmann

 

Organisation

Rosalita Huschke

 
(030) 203 55 - 404

In vielen Dörfern, Städten, Stadtteilen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gibt es Erfahrungen mit Gewalt, Rechtsextremismus, Fremden- und allgemeiner Menschenfeindlichkeit.


Die Gemeindekirchenratswahlen im Jahr 2013 werfen die Frage auf nach dem Umgang mit Personen, die Gruppen, Organisationen, Parteien mit menschenfeindlichem Hintergrund unterstützen. Die Landessynode verabschiedete im vergangenen Herbst eine Empfehlung für die Kirchengemeinden und verband diese mit dem Auftrag an die Kirchenleitung, eine entsprechende Grundordnungsänderung vorzubereiten.


Im Rahmen des Konsultationsverfahrens bietet die Evangelische Akademie zu Berlin ein Forum, das die Präsenz von Gewalt, Rechtsextremismus, Fremden- und allgemeiner Menschenfeindlichkeit in Kirchengemeinde und Kommune beleuchtet und die beabsichtigte Grundordnungsänderung in die Frage nach Möglichkeiten eines weiteren angemessenen Umgangs mit den Herausforderungen im Alltag stellt.


Die Tagung ist die erste einer Reihe, die wichtige Gesetzgebungsverfahren der EKBO innerhalb der kirchlichen Öffentlichkeit zur Diskussion stellt. Wir dokumentieren Beiträge und Ergebnisse zeitnah nach Abschluss der Veranstaltung als Materialsammlung für Kirchengemeinden und Landessynode.


Dr. Rüdiger Sachau,

Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin


Heinz-Joachim Lohmann,

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche im ländlichen Raum

Programm:

Samstag, den 13. April 2013


09.00 Uhr Anmeldung


10.00 Uhr Begrüßung

Dr. Rüdiger Sachau, Direktor der Evangelische Akademie zu Berlin

Heilgard Asmus, Generalsuperintendentin des Sprengels Potsdam und Vorsitzende des Brandenburger Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit


10.15 Uhr Braune Gefahr oder sinkendes Schiff?

Rechtsextremistische Entwicklungen in Berlin und Brandenburg

Winfriede Schreiber, Leiterin der Abteilung Verfassungsschutz im Brandenburger Innenministerium

Bernd Palenda, Leiter des Berliner Verfassungsschutzes

Moderation: Dr. Rüdiger Sachau


11.00 Uhr Der Nazi von nebenan

Erfahrungsberichte aus Kirchengemeinden

Silke Radosh-Hinder, Kirchenkreis Berlin Stadtmitte (angefragt)

Raul Fischer, Mitglied der Landessynode, Kirchenkreis Zossen-Fläming

Markus Seefeld, Pfarrer in Wittstock/Dosse

Moderation: Wolfgang Freese, Neuruppin (angefragt)


11.30 Uhr Extremismuserfahrungen und ihre Deutung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ und die Grundordnung der Kirche

Dr. Christoph Kopke, Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam


12.00 Uhr Pause


12.15 Uhr Sehend mit beiden Augen


Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Einstieg: Heilgard Asmus


Alltagserfahrungen in Dorf, Stadt und Kirchengemeinde

Einstieg: Dr. Hans Erxleben

Bürgermeister Jens-Peter Golde, Neuruppin


Umgang mit (Neo)Nazis als Ehrenamtlichen und Beschäftigten in Kirche und Diakonie

Einstieg: Henning Flad, Diakonie Deutschland, Berlin


Instrumentarien des Widerstandes und der Dokumentation

Einstieg: Jonas Frykman, Aktionsbündnis, Potsdam



Gemeinsamer Umgang von Bürgergemeinde und Christengemeinde mit Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Dialog zwischen Referenten und Teilnehmenden

Heilgard Asmus

Bernd Palenda

Winfriede Schreiber

Dr. Christoph Kopke

Moderation: Heinz-Joachim Lohmann


14.30 Uhr Ende der Veranstaltung



Die Kirchenleitung beschloss am 22. Februar 2013 folgenden Text,

der in einem Konsultationsverfahren der Kirchengemeinden

bis 1.September diskutiert werden soll:


1. Voraussetzungen für das Ältestenamt

a) Artikel 17 Absatz 3 wird wie folgt gefasst:

„Das Nähere, darunter Regelungen zur Wahlberechtigung und Wählbarkeit sowie zu Wahlperioden und Wahlterminen, wird kirchengesetzlich geregelt.“

b) Artikel 19 Absatz 1 der Grundordnung wird wie folgt gefasst:

„Zu Ältesten können nur Mitglieder der Kirchengemeinde gewählt oder berufen werden, die

1. mindestens 18 Jahre alt sind;

2. zum Abendmahl zugelassen sind,

3. am Leben der Kirchengemeinde teilnehmen und bereit sind, über die innere und äußere Lage der Kirchengemeinde Kenntnis und Urteil zu gewinnen, und

4. sich zu Wort und Sakrament halten. Dazu gehört auch, dass sie ihr Leben am Evangelium ausrichten. Mit der Ausrichtung am Evangelium nicht vereinbar ist die Mitgliedschaft in Gruppierungen, Organisationen oder Parteien, die menschenfeindliche Ziele verfolgen. Gleiches gilt für die tätige Unterstützung solcher Gruppierungen, Organisationen oder Parteien.“



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Veranstaltungskalender

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    Die Hoffnung auf das Paradies mahnt Lebende
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  • Mehr Theologie wagen
    Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Herausforderung für christliches Handeln
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