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Wo beginnt die Erzählung?

 
 

Geschlossene Fachtagung

Wo beginnt die Erzählung?

Übergänge und Zwischenzeiten in den Narrativen der europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert

Tagungsnummer
07/2013
20. - 23. März 2013
18:30 - 12:00 Uhr
Inhalt:

Leitung

Dr. Jacqueline Boysen / Dr. Claudia Schäfer

 

Organisation

Silke Ewe

 
(030) 203 55 - 508

Das 11. ost-westeuropäische Gedenkstättenseminar in Kreisau widmet sich Ereignissen der europäischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihrer Wirkungsgeschichte in den unterschiedlichen Ländern Mittel- und Osteuropas. Wie werden in Gedenkstätten, Ausstellungen oder Veranstaltungen jeweils die Perspektiven der beteiligten und benachbarten Gesellschaften aufgenommen? Wie stellte sich die Entwicklung der Politik in den einzelnen Ländern dar? Was trennt die Wahrnehmungen und was verbindet sie?


So markieren beispielsweise die Jahre 1918 und 1938 Beginn und Ende der so genannten Zwischenkriegszeit. Das Ende des Ersten Weltkrieges hat aber sehr unterschiedliche Bedeutungen in den Geschichtserzählungen einzelner Länder. 1938 markiert zudem das Münchener Abkommen sowie die Besetzung der Tschechoslowakei durch Nazi-Deutschland. Wie werden diese wichtigen Zäsuren am Vorabend des von Deutschland verursachten Zweiten Weltkrieges mit seinen unvorstellbaren Verbrechen und dem Holocaust in den Geschichtsnarrativen der unterschiedlichen Länder und ihrer Museen betrachtet? Auch der Zweite Weltkrieg stellt zwar für ganz Europa eine der einschneidensten Zäsuren dar, doch wird er unterschiedlich durch die politische Neuordnung nach dem Krieg und den Beginn des Kalten Krieges 1948 gedeutet. Mittlerweile erfährt der Kalte Krieg selbst eine Historisierung in entstehenden Museen und Projekten mit europäischer Perspektive. Die exemplarisch hier aufgegriffenen Schlüsseldaten sind nicht als geschlossene Ereignisse zu betrachten, sondern nur in ihrer Kontextualisierung zu verstehen. Wie wird diese dargestellt, wo beginnt jeweils die Erzählung, wie ist der jeweilige internationale Kontext zu beschreiben?


Das ost-westeuropäische Gedenkstättenseminar richtet sich an Mitarbeiter/innen von Gedenkstätten oder Museen und Personen, die sich in Projektarbeiten, an Schulen oder Hochschulen mit der Geschichte von Nationalsozialismus, dem Völkermord an den europäischen Juden, Stalinismus und kommunistischer Diktatur sowie anderen Formen totalitärer Gewaltherrschaft und des Widerstandes dagegen auseinander setzen. Das Seminar versteht sich als Forum für einen gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch von Vertretern aus der Praxis, die in der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig sind, sowie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.


Wir laden herzlich zur Teilnahme ein!


Dr. Jacqueline Boysen

Dr. Andrea Genest

Dr. Anna Kaminsky

Dominik Kretschmann

Dr. Burkhard Olschowsky


Kooperationspartner sind:

Gedenkstätte Stiftung Kreisau

Evangelische Akademie zu Berlin

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität

in Verbindung mit der Kreisau-Initiative Berlin e.V.


Programm:

Mittwoch, 20. März 2013


nachmittags ab 17.00 Uhr Anreise und Zimmerbelegung

anschließend Kaffeetrinken

fakultativ: Rundgang durch die Begegnungs- und Gedenkstätte Krzyzowa (Kreisau)


18.30–19.00 Uhr Abendessen


19.30 Uhr Einführung in das Programm durch die Veranstalter, Vorstellungsrunde

anschließend geselliger Abend zum Kennenlernen und Austauschen


Donnerstag, 21. März 2013


9.30–12.30 Uhr Einführungsvorträge: Europäische Übergänge – drei Perspektiven


Das Jahr 1938 in seiner Bedeutung für die Ukraine mit Seitenblicken auf Ungarn und die Slowakei

Dr. Oleksandr Zajcev, Lemberg


Österreich als erstes Opfer des Nationalsozialismus

Heidemarie Uhl, Wien


Wegmarken der europäischen Integration

Prof. Andreas Wilkens, Metz


dazwischen Kaffeepause


12.30–14.30 Uhr Mittagspause


14.30-17.30 Uhr Fortsetzung Vorträge


Die polnisch-tschechischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit

Grzegorz Gąsior, Warschau


Der Weg aus Krieg und Besatzung: Frankreich 1944/45

Prof. Ulrich Pfeil, Metz


„Unsere Deutschen“ – eine Ausstellung zur Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern

Jan Sicha, Usti nad Labem


dazwischen Kaffeepause


17.30 - 19.00 Uhr Abendessen


anschließend Abendprogramm


Freitag, 22. März 2013


Zwischenkriegszeit – Übergänge – Neuanfänge: Zäsuren und ihre Darstellung in Museen und Ausstellungen


9. 30 Uhr Das Haus der Europäischen Geschichte

Dr. Zofia Woycicka, Warschau/Brüssel (angefragt)


10.45–11.15 Uhr Kaffeepause


11.15–12:45 Uhr Stepan Bandera in Lwiw

Wilfried Jilge, Leipzig (angefragt)


Piłsudski in der polnischen Erinnerung nach 1945

Przemysław Wywial (Krakau)


13.00–14.00 Uhr Mittagspause


14.30 Uhr Abfahrt nach Breslau


15.30–17.00 Uhr Stadtrundgang


17.30 Uhr Abendimbiss


18.00 Uhr Katyn im Gedächtnis der Nationen

Die „Katyn Rides“ und die Erinnerung an das Massaker in Polen

Leszek Rysak, Warschau


Buchvorstellung „Erinnerungsorte für die Opfer von Katyn“

Dr. Anna Kaminsky, Berlin


Zur Ikonographie von Katyń

Dr. Andrea Genest, Sandbostel


Samstag, 23. März 2013


9.00-11.00 Uhr Forum historisch-politische Bildung: Projektpräsentationen


Die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte Ravensbrück

Dr. Insa Eschebach, Fürstenberg


Der GULaG – Bilder und Erinnerung

Tomasz Kizny, Breslau


11:00 – 12.00 Uhr Auswertungsrunde und Ideen für ein nächstes Mal


anschließend Kaffee und Abschied


Stand: 24.01.2013 / Änderungen vorbehalten

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