Und niemandem untertan - das Leben des Christen Heinrich Albertz als Politiker, Pfarrer und Bürger

Abendforum

Und niemandem untertan - das Leben des Christen Heinrich Albertz als Politiker, Pfarrer und Bürger

Eine Veranstaltung aus Anlass seines 100. Geburtsjahres

Tagungsnr.
21A/2015
Von: 18.05.2015 17:30
Bis: 18.05.2015 22:00
Französische Friedrichstadtkirche

Inhalt

Heinrich Albertz wurde am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er Mitglied der Bekennen-den Kirche.

1946 trat er in die SPD ein und machte Karriere in der Politik, als Minister, Chef der Senatskanzlei von Willy Brandt, als Regierender Bürgermeister von Berlin. Als am 2. Juni 1967 Benno Ohnesorg bei einer Anti-Schah-Demonstration erschossen wurde, übernahm Heinrich Albertz die Verantwortung und trat am 26. September 1967 zurück.

Ab 1970 in Neukölln, ab 1974 war er in Berlin Schlachtensee bis 1979 wieder als Pfarrer tätig. Bundesweit in die Schlagzeilen geriet er noch einmal 1975, als er sich im Rahmen der Lorenz-Entführung bereit erklärte, als Geisel der Entführer zu dienen.

In den 1980er Jahren engagierte er sich in der Friedens-bewegung. Sitzblockaden, Reden und immer wieder Beratung mit Gemeinde und den zwei anderen Mitgliedern der „Dreierbande“, dem Theologen Helmut Gollwitzer und dem Berliner Bischof Kurt Scharf, prägten diese Zeit. Heinrich Albertz starb am 18. Mai 1993 in Bremen.

Die Veranstaltung will an Heinrich Albertz erinnern – den Politiker, den Pfarrer, den engagierten Bürger. Und der Frage nachgehen, was wir heute von seinem Eigensinn, der sich aus seinem Glauben speiste, lernen können.


Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein.

Dr. Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin

Thomas Gill, Landeszentrale für Politische Bildung

Heinrich Albertz wurde am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Nach seinem Theologiestudium wurde er Mitglied der Bekennen-den Kirche.

1946 trat er in die SPD ein und machte Karriere in der Politik, als Minister, Chef der Senatskanzlei von Willy Brandt, als Regierender Bürgermeister von Berlin. Als am 2. Juni 1967 Benno Ohnesorg bei einer Anti-Schah-Demonstration erschossen wurde, übernahm Heinrich Albertz die Verantwortung und trat am 26. September 1967 zurück.

Ab 1970 in Neukölln, ab 1974 war er in Berlin Schlachtensee bis 1979 wieder als Pfarrer tätig. Bundesweit in die Schlagzeilen geriet er noch einmal 1975, als er sich im Rahmen der Lorenz-Entführung bereit erklärte, als Geisel der Entführer zu dienen.

In den 1980er Jahren engagierte er sich in der Friedens-bewegung. Sitzblockaden, Reden und immer wieder Beratung mit Gemeinde und den zwei anderen Mitgliedern der „Dreierbande“, dem Theologen Helmut Gollwitzer und dem Berliner Bischof Kurt Scharf, prägten diese Zeit. Heinrich Albertz starb am 18. Mai 1993 in Bremen.

Die Veranstaltung will an Heinrich Albertz erinnern – den Politiker, den Pfarrer, den engagierten Bürger. Und der Frage nachgehen, was wir heute von seinem Eigensinn, der sich aus seinem Glauben speiste, lernen können.


Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein.

Dr. Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin

Thomas Gill, Landeszentrale für Politische Bildung

Programm

17.30 Uhr Ankunft


18.15 Uhr Begrüßung

Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin


Grußwort des Senats von Berlin

Bürgermeisterin Dilek Kolat


18.20 Uhr „Dagegen gelebt, dafür gelebt“ Lebensstationen von Heinrich Albertz

Präsentation des Kurses Gesellschaftswissenschaften der Evangelischen Schule Neuruppin


18.35 Uhr Zeitgenossengespräch über Heinrich Albertz als Politiker, Pfarrer und Weggenosse

Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister a.D., Berlin

Henning Scherf, Bürgermeister a.D., Bremen

Altbischof Martin Kruse, Berlin

Lothar Wittkopf, ehemaliger Gemeindepfarrer in Schlachtensee, Berlin


19.25 Uhr ZeitzeugInnengespräche in Gruppen


20.15 Uhr Heinrich Albertz als Inspiration für Handeln in Kirche und Politik?

Podiumsgespräch

Bischof Dr. Markus Dröge, Berlin

Dietmar Nietan, MdB (Schatzmeister der SPD), Düren / Berlin


21.00 Uhr Empfang

Teilen

Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

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