Selbstbilder im Fokus - 4. Teil

Filmreihe

Selbstbilder im Fokus - 4. Teil

Sinti und Roma im europäischen Film

Tagungsnr.
50_4/2017
Von: 09.11.2017 18:00
Bis: 09.11.2017 22:00
Haus der EKD

© Hamze Bytici / Iovanca Gaspar

Inhalt

Ziel der Filmreihe ist, Selbst- und Fremdbilder in ihren filmästhetischen und politischen Aspekten zu analysieren und zu diskutieren. Werke verschiedener Genres werfen dabei Aufarbeitungsfragen der Kinder und Enkel der Verfolgungsopfer des Nationalsozialismus auf und reflektieren Filme als Mittel der Arbeit gegen Rassismus gegen Roma und Sinti. In diesem Jahr diskutieren Gäste aus Film, Politik, Kunst und Selbstorganisationen mit dem Publikum insbesondere die Arbeiten von Regisseuren aus der Community, die von musikalischen und literarischen Beiträgen gerahmt werden. Gezeigt werden u.a. "Aferim", "Django" und "Latcho Drom". Termine: 19. und 26.10., 2. und 9.11. 3. Filmreihe Sinti und Roma im europäischen Film
Zum dritten Mal veranstaltet die Ev. Akademie nun die Filmreihe Sinti und Roma im europäischen Film. Es freut uns sehr, dass neben dem Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V. nun auch RomaTrial mit dem Filmfestival „Ake Dikhea?" Kooperationspartner dieser Reihe sind.
Ziel dieser Filmreihe ist, Selbst- und Fremdbilder von Sinti und Roma in ihren filmästhetischen und politischen Aspekten wahrzunehmen und zu diskutieren. Werke verschiedener Genres werfen dabei Aufarbeitungsfragen der Kinder und Enkel der Verfolgungsopfer des Nationalsozialismus auf und reflektieren Filme als Mittel der Arbeit gegen Rassismus gegen Roma und Sinti. Die Folgen der NS-Verfolgung, der fehlenden Bearbeitung nach 1945, die bleibende Verfolgung und die anhaltende Diskriminierung sind in diesen Filmen zu finden; auch Lebensrealitäten, die sich nicht auf den ersten Blick in diesem Kontext erschließen, Widerständiges, Suchendes, Eigenes und Fremdes mit einer Perspektive auf Befreiung von den Rassismus, Ausgrenzungen und Negativ-Zuschreibungen.
Was sehen welche Augen und warum?
In diesem Jahr diskutieren Gäste aus Film, Politik, Kunst und Selbstorganisationen mit dem Publikum insbesondere die Arbeiten von Regisseuren und Schauspieler*innen aus der Community, die am ersten Abend von musikalischen Beiträgen des Dotschy Reinhard Trios gerahmt werden.
Gezeigt werden das erste Mal seit den Filmfestspielen in einem exklusiven Preview „Django" sowie „Aferim", „Latcho Drom", „JOZKA" und „Dui Rroma".

Dr. Claudia Schäfer, Studienleiterin für Internationale Politik und gesellschaftspolitische Jugendbildung und
Dr. Christian Staffa, Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche, Evangelische Akademie zu Berlin,
Dotschy Reinhardt, Landesrat der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg e.V.

Mehr Filme finden Sie unter http://roma-filmfestival.com

Programm

Donnerstag, 9.11.2017, 19.00 Uhr
Blauer Saal, Haus der EKD, Berlin

JOZKA
Tschechien/Deutschland 2017
Dokumentation / 25 Minuten
Regie: Hamze Bytyci

Original mit englischen Untertiteln

Erkrankt von vielen Jahren Minenarbeit, hat Jozka sein Leben dem Kampf für eine bessere und gerechtere Welt und gegen die andauernde Diskriminierung der Roma in Tschechien gewidmet. Die Verachtung, die der Minderheit der Roma entgegengebracht wird, ist Stein geworden in einer großen Schweine-Farm, die auf dem Gelände eines ehemaligen Konzentrationslagers in der Nähe von Lety in Südböhmen errichtet wurde. Tausende Roma verloren dort ihr Leben – auch die Familie von Jozkas Frau.

Dui Rroma
Österreich 2015
Dokumentation / 45 Minuten
Regie: Iovanca Gaspar
Auf eine ganz neue ästhetische Weise versucht der Film die Tragik des Holocaust den Nachgeborenen begreiflich zu machen. Um die grausamen Geschehnisse mit zeitgemäßen filmischen Mitteln zu schildern, gewann die Regisseurin den Zeitzeugen Hugo Höllenreiner aus München, einen Überlebenden mehrerer KZs und ihren Sohn, den ambitionierten jungen Komponisten Adrian Coriolan Gaspar. Es entstand eine berührende Zusammenarbeit zweier Roma. Beide Protagonisten befinden sich auf einer Bahnreise nach Auschwitz. Hugo Höllenreiner, der ehemalige Häftling mit der KZ Nummer Z 3528 und Opfer des sadistischen Arztes Dr. Mengele erzählt in eindrucksvoller Weise seine Erinnerungen. Bari Duk (Großes Leid) heißt die symphonische Dichtung, die eigens für diesen Film geschaffen wurde. Adrian Coriolan Gaspar übernimmt darin die Erzählungen Höllenreiners und komponiert dazu ein großartiges œuvre musicale.

19.00 Uhr Begrüßung
Dr. Claudia Schäfer, Evangelische Akademie zu Berlin

19.15 Uhr Filmvorführung

20.30 Uhr Diskussion
Hamze Bytici, RomaTrial, Berlin

Gespräche bei Brezel und Getränk

22.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Teilen

Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Dr. Claudia Schäfer

Studienleiterin Internationale Politik und Jugendbildung

Telefon (030) 203 55 - 501

Kooperation/Förderung

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