Die Welt als Bedrohung

Tagung

Die Welt als Bedrohung

Der Ausweg heißt Nachhaltige Entwicklung

Tagungsnr.
21A/2019
Von: 12.12.2019 09:30
Bis: 13.12.2019 14:00
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Inhalt

Entwicklungsfragen gehören in der Evangelischen Kirche zu den Themen, die ganz oben auf der Agenda stehen. Nach einem Jahr Arbeit der Großen Koalition schauen wir auf Fortschritte in der Kommunikation von Themen der Nachhaltigkeit und Entwicklungspolitik. Im vergangenen Jahr fragten wir nach einem Neustart in der entwicklungspolitischen Kommunikation, besonders bei den Themen Bildung, Sicherheit, Armut und Heimat. Wir beleuchten in diesem Jahr den Stand der Einbindung der nachhaltigen Entwicklungsziele in die politische Diskussion und den Umgang der Bundesregierung mit ihrer eigenen Zukunftsagenda.
Die deutsche Gesellschaft bleibt in Blick auf die grundständige Internationalisierung der Bezugsräume und deren Folgen in der Breite unvorbereitet. Die mutige Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den Themen der Nachhaltigen Entwicklung und möglicher Konsequenzen für den Alltag findet nicht ausreichend statt. Die bisherige Kommunikationsarbeit scheitert regelmäßig an psychologischen, sozialen, kulturellen Barrieren und am Gegensatz von kurzfristigen Interessen und langfristigen Notwendigkeiten. Dazu kommt erschwerend, dass die Welt außerhalb von Deutschland zunehmend als Bedrohung wahrgenommen wird, der mit Abschottung entgegen getreten werden soll.

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG `s: Social Development Goals) setzen den Rahmen für die notwendige Veränderung auch der deutschen Gesellschaft. Ein Beispiel ist das Thema „Armut". Armut bewirkt Angst und die Wahrnehmung der Welt als Bedrohung für die eigene Lebensplanung. Das Erleben sozialen Abstiegs in der Heimat steht der Einsicht zu einer Änderung / Infragestellung des eigenen Verhaltens entgegen. Die „kolonialen Albträume" bleiben nicht nur außerhalb Europas spürbar, sondern begegnen uns in deutschen Kommunen in Form von Migration, Klimawandel und der Suche nach gleichwertigen Lebensbedingungen.
Die Transformation unserer Gesellschaft gelingt nur mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wir arbeiten daran, die Barrieren sichtbar zu machen und die kurzfristigen und langfristigen Themen miteinander zu verzahnen.

Heinz-Joachim Lohmann, Evangelische Akademie zu Berlin
Detlev Groß, Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Potsdam

Programm

Ab 9.30 Uhr Anreise und Anmeldung

10.45 Uhr Begrüßung und Moderation der Tagung

Heinz-Joachim Lohmann, Evangelische Akademie zu Berlin

Detlev Groß, Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz

11.00 Uhr Die Welt als Bedrohung

Prof Dr. Wolfgang Palaver, Universität Innsbruck

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 Uhr Senden ohne Empfang

Warum die Kommunikation zu Nachhaltiger Entwicklung an der Bevölkerung vorbeigeht

Matthias Güldner, Universität Bremen, Zentrum für Arbeit und Politik (zap) ehem. Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft

15.00 Uhr Kommunikation mit Breitenwirkung oder Best Practice in der Echokammer?

Fair Trade Bewegung

Martin Moritz, Geschäftsführer El Puente GmbH, Nordstemmen

16.15 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr Der Mensch denkt nicht global:Dialog und was dann?
Holger Thomas, Pfarrer und Dozent an der BTU-Cottbus-Senftenberg zum Thema „Soziale Dienste in Transformationsprozessen"

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Alles Hype oder was?
Presse muss sich verkaufen

Horand Knaub, freierJournalist, ehem. SPIEGEL Korrespondent

Ende gegen 21.00 Uhr

Freitag, 13. Dezember 2019

Ab 08.00 Uhr Frühstück

09.30 Uhr Schlagloch, Baustelle, Blütentherme, Eichenprozessionsspinner
Kommunale Kommunikation, Prioritäten und Blockaden

Thomas Schmidt, Bürgermeister Teltow

Jens-Peter Golde, Bürgermeister Neuruppin

11.30 Uhr Kaffeepause

12.00 Uhr Ergebnisse des Austausches
Dr. Kambiz Ghawami, World University Service

Holger Ehmke, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

13.30 Uhr Ende der Veranstaltung

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Leitung

Heinz-Joachim Lohmann

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche im ländlichen Raum

Telefon (030) 203 55 - 510

Kooperation/Förderung

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