ABGESAGT Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

Filmreihe

ABGESAGT Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

Die Wehrmachtsausstellung oder die Rückkehr der Täter [1995- 1999]

Tagungsnr.
01-03/2020
Von: 29.03.2020 11:00
Bis: 29.03.2020 14:00
Urania Berlin e. V.
Cover Der Skandal als vorlauter Bote

© dpa-Bildarchiv / Gier, bpk / Klaus Lehnartz, Polyband, dpa Picture Alliance (2), Sacha Hartgers, Das blaue Sofa Club Bertelsmann, Richard Hebstreit / Wikimedia Commons

Inhalt

Die Bearbeitung der NS-Geschichte in der Bundesrepublik verlief in Schüben konflikthaft und mit großen Diskussionen. Anlässe dieser wohl notwendig mühsamen Formen der Näherungen an die abgründigen deutschen Zeiten von Völkermord und Vernichtungskrieg waren nicht selten Skandale oder weitreichende Impulse aus Kultur oder Politik. Hannes Heer, Ausstellungsmacher der ersten Wehrmachtsausstellung und streitbarer Zeitzeuge vieler dieser Debatten, präsentiert sie an sechs Sonntagen jeweils um 11.00 Uhr mit Filmmaterial aus diesen Tagen. Weitere Termine: 26. April 2020, 24. Mai 2020, 21. Juni 2020

Die 1995 eröffnete Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« präsentierte einen zweiten deutschen Genozid, dem allein in der Sowjetunion 30 Mio. Menschen zum Opfer gefallen waren. Zu verantworten hatten das die 10 Mio. an der »Ostfront« eingesetzten deutschen Soldaten. Das war nicht nur das Ende der bisherigen Legende von der »sauberen Wehrmacht«, sondern auch die Geschichte jeder Familie musste umgeschrieben werden. Die Wander-Ausstellung, die trotz schärfster Proteste fast eine Million Besucher zählte, wurde wegen angeblich »gefälschter« Fotos 1999 zurückgezogen. Obwohl sie von einer internationalen Historikerkommission rehabilitiert worden war, wurde sie durch eine neue ersetzt. Jetzt säßen nicht mehr die Millionen »kleinen Soldaten auf der Anklagebank «, schrieb der SPIEGEL, »sondern Hitlers Generäle«. // Filmausschnitte: Ruth Beckermann »Jenseits des Krieges« [1995]

Teilen

Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Kooperation/Förderung

nach oben

Unsere Webseiten verwenden Cookies zur Verbesserung der Bedienung und des Angebots sowie zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Mit Ihrer Zustimmung erteilen Sie die Erlaubnis, Daten an Drittanbieter, wie z.B. Google Maps und Youtube, zu übertragen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, diese abzulehnen, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.