Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

Filmreihe

Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

"Der Brandstifter" Martin Walsers Rede in der Frankfurter Paulskirche [1998]

Tagungsnr.
01-04/2020
Von: 26.04.2020 11:00
Bis: 26.04.2020 14:00
Urania Berlin e. V.
Cover Der Skandal als vorlauter Bote

© dpa-Bildarchiv / Gier, bpk / Klaus Lehnartz, Polyband, dpa Picture Alliance (2), Sacha Hartgers, Das blaue Sofa Club Bertelsmann, Richard Hebstreit / Wikimedia Commons

Inhalt

Die Bearbeitung der NS-Geschichte in der Bundesrepublik verlief in Schüben konflikthaft und mit großen Diskussionen. Anlässe dieser wohl notwendig mühsamen Formen der Näherungen an die abgründigen deutschen Zeiten von Völkermord und Vernichtungskrieg waren nicht selten Skandale oder weitreichende Impulse aus Kultur oder Politik. Hannes Heer, Ausstellungsmacher der ersten Wehrmachtsausstellung und streitbarer Zeitzeuge vieler dieser Debatten, präsentiert sie an sechs Sonntagen jeweils um 11.00 Uhr mit Filmmaterial aus diesen Tagen. Weitere Termine: 24. Mai 2020, 21. Juni 2020

Die Debatte um Martin Walser wurde durch eine Rede ausgelöst, in der der Schriftsteller 1998 das öffentliche Gedenken an den Holocaust als »Dauerpräsentation unserer Schande« angegriffen hatte. Im Streit mit Ignatz Bubis, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, der den Dichter für sein Lob des »Wegsehens« und »Verdrängens« als »Brandstifter« bezeichnet hatte, präsentierte Walser sich als Sprecher der »schweigenden Mehrheit« und Vertreter eines neuen Antisemitismus. Der Kern seiner Rede war die Feststellung, die Deutschen seien wieder »ein normales Volk«, das keiner staatlich verordneten »Resozialisierung« wegen vergangener Verbrechen bedürfe. // Filmausschnitte: HR, rbb

Preise und Informationen

Die Teilnahme ist kostenlos
Begrenzte Platzzahl
Es wird um Reservierung unter der E-Mail-Adresse kontakt@urania-berlin.de oder der Telefonnummer 030-2189091 gebeten.

Ort und Anreise

Urania Berlin e. V.

Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin

U-Bhf. Wittenbergplatz: U1, U2, U3
An der Urania: 106, 187, M19, M29, M46, N1, N2, N26
U-Bhf. Nollendorfplatz: U1, U2, U3, U4

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Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Organisation

Belinda Elter

Belinda Elter

Tagungsorganisation, Verwaltung, Abrechnungen

Telefon (030) 203 55 - 409

Kooperation/Förderung

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