2. Ortskräftekongress

Fachtagung

2. Ortskräftekongress

Verantwortung für Afghanistan und weltweit

Tagungsnr.
23075
Von: 12.08.2023 08:00
Bis: 12.08.2023 19:30
Französische Friedrichstadtkirche

© The Canadian Press / Alamy Stock Foto

Inhalt

Zwei Jahre nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, stockt die Aufnahme besonders gefährdeter Afghan*innen in Deutschland immer noch. Trotz des Bundesaufnahmeprogramms bleiben viele ehemalige Ortskräfte deutscher Ministerien und Nichtregierungsorganisationen in großer Gefahr. Auch in Mali und im Sudan haben Ortskräfte für deutsche Ministerien gearbeitet. Was geschieht mit ihnen?

Der 2. Ortskräftekongress erweitert die Perspektive: Neben ehemaligen afghanischen Angestellten deutscher Behörden rücken auch Ortskräfte in Mali und im Sudan in den Blick, deren Situation derzeit oft unklar ist. Deutschland ist hier verantwortlich, ebenso wie in Afghanistan. Nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist ein wichtiger Akteur weltweit, der Ortskräfte rekrutiert. Verantwortung trägt aber auch die Europäische Union: Für die EU-Polizeimission, die zum Aufbau einer nachhaltigen zivilen Polizeitruppe dienen sollte, wurden ebenfalls afghanische Ortskräfte angestellt.

Wir werden ehemaligen Ortskräften einen Ort der Vernetzung und des konstruktiven Austauschs mit deutschen Behörden, Ministerien und Parlamentarier*innen zur Verfügung stellen. Dabei sollen nicht nur der Status quo, sondern auch Lösungsansätze diskutiert werden. Ein Resettlement-Programm für Ortskräfte und Best-Practice-Beispiele in anderen NATO-Staaten sollen besprochen werden.

Leider haben die Wehrbeauftragte der Bundesregierung Eva Högl und der Pianist Igor Levit kurzfristig abgesagt.

Der Kongress wird in Kooperation mit dem Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte, PRO ASYL und Deutschen BundeswehrVerband durchgeführt.

Programm

Samstag, 12. August 2023

8.00 Uhr Ankommen

9.00 Uhr Eröffnung und Einführung in die Tagung
Dr. Friederike Krippner, Evangelische Akademie zu Berlin
Marcus Grotian, Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte
Dr. Alema Alema, PRO ASYL
Marcel Bohnert, Deutscher BundeswehrVerband

09.30 Uhr Afghaninnen und Afghanen im Exil
Qais Nekzai, Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte
Zolfar, AfgActivistCollective
Abu, AfgActivistCollective
Morsal Azizi, Frauenbeauftragte Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte

10.15 Uhr Wir haben ihnen unser Wort gegeben und dürfen jetzt nicht wegsehen! Frauen und Mädchen in Afghanistan
Shikiba Babori, Autorin und Journalistin
Morsal Azizi, Frauenbeauftragte Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte
Dr. Alema Alema, Afghanistanreferentin PRO ASYL

Moderation: Lena Reiner, Frauenbeauftragte Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte

11.30 Uhr Kaffee und Imbiss

12.30 Uhr Politiker*innen im Gespräch
Clara Bünger, MdB, Die Linke
Julian Pahlke, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Moderation Günter Burkhardt, PRO ASYL

14.30 Uhr Ortskräfte im internationalen Kontext: Neue Herausforderungen und nachhaltige Lösungen
Andrea Thies
Marcus Grotian
Dr. Sara de Jong

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Beratungstische - Einzelfallberatung
Ortskräfteverfahren, Qais Nekzai und Alexander Fröhlich
Familiennachzug Afghanistan allgemein, Karim Alwasiti
Bundesaufnahmeprogramm, Dunja Neukam
Länderaufnahmeprogramm, Maliheh Bayat Tork
Frauen und Aufenthaltsrecht in Deutschland, Lena Reiner und Morsal Azizi

18.30 Ausklang

Änderungen des Programms vorbehalten!

Teilen

Leitung

Dr. Max Oliver Schmidt

Projektleiter Migration und Europa

Telefon (030) 203 55 - 588

Kooperation/Förderung

Anmeldung
Newsletter
nach oben

Cookies und Datenschutz

Unsere Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung der Bedienung und des Angebots sowie zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.