Die keiner will

Filmabend

Die keiner will

Von Menschen und Häusern

Filmabend mit Peter Ohlendorf

Tagungsnr.
26048
Von: 14.01.2026 19:00
Bis: 14.01.2026 20:30
Französische Friedrichstadtkirche
Menschen in Arbeitskleidung an einem Biertisch mit Wasser- und Saftflaschen auf einer Baustelle

© Peter Ohlendorf

Bundesweit fehlt es an Sozialwohnungen; der soziale Wohnungsbau deckt bei weitem nicht den Bedarf. Insbesondere vulnerable Gruppen wie in Armut lebende Menschen leiden unter dieser Situation. Dabei gibt es Projekte, die versuchen, dem Mangel entgegenzuwirken. Der Dokumentarfilm von Peter Ohlendorf begleitet den Obdachlosen Karl dabei, wie er als Teilnehmer des Projekts "Domiziel" Häuser für Familien, Demenzgruppen und Odachlose saniert und selbst in eine solche Wohnung einzieht.

Inhalt

Im Zentrum von Peter Ohlendorfs Langzeitdokumentation "Die keiner will" steht die Schwarzwälder Baufirma Domiziel. Das Unternehmen versucht, ökonomisches Handeln und soziales Engagement bei der täglichen Arbeit zu vereinen und zugleich sozialen Wohnungsbau zu betreiben.

Das Konzept, mit dem Domiziel startet: Es werden Menschen ins professionelle Bauteam geholt, die keiner will – weil zum Beispiel Obdachlose oder Strafgefangene weithin als „kaum integrierbar“ gelten. Dieses Team saniert alte Häuser, die oft das Ortsbild prägen, aber deren Nutzung nach heutigen Gewinnvorstellungen nicht rentabel genug ist. In die sanierten Häuser ziehen unter anderem benachteiligte Menschen ein – Menschen, mit denen keine hohen Mieteinnahmen zu erzielen sind.

Einer der Protagonisten des Films ist Karl, der nach ein paar Monaten Obdachlosigkeit zu Domiziel kommt und so wieder in der Arbeitswelt Fuß fassen kann. Mehr noch: Er kann schließlich auch eine Wohnung beziehen im ehemaligen Gasthaus zum Hirschen, den Domiziel nach jahrelangem Leerstand auch dank Karls Mitarbeit zu neuem Leben erweckt. Das Gebäude bietet jetzt Raum für Familien, eine privat organisierte Demenzgruppe und Menschen wie Karl.

Indem der Film das Konzept von Domiziel fünfzehn Jahre lang beobachtet, kann er ehrliche Antworten geben auf Fragen wie: Was wird aus einem sozialen Projekt wie dem renovierten Gasthaus über einen längeren Zeitraum hinweg? Kann sich Karl in seinem neuen Zuhause auch langfristig stabilisieren? Gelingt einem Projekt wie Domiziel das Überleben in einer Branche, in der ökonomische und nicht soziale Aspekte im Vordergrund stehen?

An die Vorführung der Dokumentation schließt sich ein Filmgespräch mit Regisseur Peter Ohlendorf an.

Ort und Anreise

Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
10117 Berlin

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Dr. Max Oliver Schmidt

Studienleiter Migration und Europa

Telefon (030) 203 55 - 588

Organisation

Belinda Elter

Belinda Elter

Veranstaltungsorganisation, Allgemeine Verwaltung und Sachbearbeitung von öffentlichen Fördermitteln und Zuschüssen

Telefon (030) 203 55 - 409

Eine Frau mit Down-Syndrom und ein Mann bei der Arbeit in einer Gastronomie-Küche

© Peter Ohlendorf

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