Kriegssouvenirs

Filmvorführung mit Gespräch

Kriegssouvenirs | AUSGEBUCHT

Wie Filme Erinnerungskultur aufbrechen

Tagungsnr.
26035
Von: 12.03.2026 19:00
Bis: 12.03.2026 22:00
Französische Friedrichstadtkirche

© Danielle Schwartz

Warum binden Menschen sich an Objekte, die aus Kriegszeiten stammen? Mit den Regisseurinnen Danielle Schwartz und Anna Brass beleuchten wir Erinnerungskulturen und Erzählungen, die an konkrete Dinge gebunden sind. Durch sie wird sichtbar, wie Geschichte verhandelt wird.

Inhalt

Wie erinnern wir an Kriege, an Vertreibung, an Gewalt? Diese Frage wird immer wieder diskutiert, denn Erinnerungskultur ist ein dauerhafter politischer und gesellschaftlicher Aushandlungsprozess. Erzählungen werden neu verhandelt, Verdrängtes wird ans Licht gezerrt, die Erwartungen darüber, was sagbar ist, treffen oft schmerzhaft aufeinander. Wie wollen wir Geschichte schreiben und an nachfolgende Generationen vermitteln?

In ihrem Film „Mirror Image“ untersucht und hinterfragt die jüdisch-israelische Filmemacherin Danielle Schwartz das zionistische Narrativ ihrer Familie; zugleich lädt sie zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ein. Ein alter Spiegel im Haus der Großeltern wird zum Ausgangspunkt familiärer Erinnerungen und Geschichten aus dem Krieg in den Jahren 1947 – 1949, in dem arabische Palästinenser*innen vertrieben wurden. Es geht der Regisseurin um eine intime Reflexion über Erinnerung und Identität.

Im Mittelpunkt des Kurzfilms der deutschen Regisseurin Anna Brass steht eine Uhr. Die französische Widerstandskämpferin Marie-Antoinette Pappé, die die letzten Kriegstage versteckt in einem deutschen Dorf verbracht hat, findet nach ihrer Rückkehr in die Heimat in ihrer Jackentasche eine Uhr. Die Rückgabe erweist sich als schwierig: Wohin gehört die Uhr nach all den Jahren? Das Tauziehen darum wirft ein Licht auf unsere heutige Erinnerungskultur.

Wir zeigen die beiden Kurzfilme und laden im Anschluss zur Diskussion ein, an der auch die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann teilnimmt.

Programm

Donnerstag, 12. März 2026

Ab

18:45 Uhr Anmeldung

19:00 Uhr Begrüßung
Dr. Max Oliver Schmidt, Evangelische Akademie zu Berlin

19:10 Uhr Screening der Filme Die Uhr und Der Spiegel

19:50 Uhr Impuls
Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann

20:00 Uhr Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung
Anna Brass, Regisseurin
Danielle Schwartz, Filmemacherin, Autorin und Aktvistin
Aleida Assmann, Professorin im Ruhestand für englische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft
Moderation: Max Oliver Schmidt, Evangelische Akademie zu Berlin

21:00 Uhr Informelle Gespräche

Ende gegen 22:00 Uhr

Die Veranstaltung wird für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Wenn Sie nicht fotografiert werden möchten, nehmen Sie bitte im gekennzeichneten „Fotofreien Bereich“ Platz.

Änderungen des Programmablaufs vorbehalten.

Ort und Anreise

Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
10117 Berlin

Empfohlener externer Inhalt: Karte

Doc FortyTwo docfilm.42.de The universe and more independent documentary initiative

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Leitung

Dr. Max Oliver Schmidt

Studienleiter Migration und Europa

Telefon (030) 203 55 - 588

Organisation

Melanie Baumert-Sarnow

Veranstaltungsorganisation

Telefon (030) 203 55 - 404

Susanne Wünsch

Veranstaltungsorganisation

Telefon (030) 203 55 - 405

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