Diese Tagung lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu erinnern, sondern ihr im Heute zu begegnen – mutig, hoffnungsvoll und mit dem Ziel der Versöhnung. Im Blick auf die Shoah, auf die europäische Verantwortung für den Frieden und auf aktuelle Herausforderungen in den einzelnen Ländern Europas verstehen wir Versöhnung dabei als einen fortdauernden Prozess.
Gemeinsam mit polnischen und deutschen Gesprächspartner*innen erkunden wir bedeutende Erinnerungsorte in Breslau: die Synagoge zum Weißen Storch im “Viertel der gegenseitigen Achtung”, den Jüdischen Friedhof und den Platz der Versöhnung. In Kreisau setzen wir uns mit den Hoffnungen und Plänen des Kreisauer Kreises für einen Neuanfang nach dem NS-Terror auseinander. In der Ausstellung „Mut und Versöhnung“ folgen wir den Spuren der deutsch-polnischen Beziehungen durch die Jahrzehnte.
Impulsreferate, Austausch in Kleingruppen und persönliche Begegnungen verbinden Geschichte, Gegenwart und Glauben. Ein besonderer Akzent liegt auf zivilgesellschaftlichem Engagement – unter anderem durch die Vorstellung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.
Eine Einladung zum Innehalten, Erinnern und Weiterdenken – für alle, die Versöhnung nicht nur bedenken, sondern gestalten möchten.