Straßen, Plätze, Parks und Passagen: Öffentliche Räume können materialisierte Machtverhältnisse ausdrücken und Austragungsorte politischer Konflikte sein. Gleichzeitig bilden sie die demokratische Infrastruktur auch für Begegnung und Gespräch. Politische Bildung steht damit vor der Frage, wie sie demokratische Verständigung ermöglicht, ohne Dissens oder Ungleichheit zu ignorieren. Dabei geht es auch darum, wie sie Konflikte und Machtverhältnisse bearbeitet, ohne den Anspruch auf Verständigung und die Chance auf Perspektivwechsel preiszugeben.
Die Tagung fragt nach den Potenzialen politischer Bildung im öffentlichen Raum aus interdisziplinärer Perspektive. Konkret soll es darum gehen, welche didaktischen Konsequenzen sich aus den unterschiedlichen Verständnissen von Demokratie und Öffentlichkeit für Methoden, Formate und Lernprozesse von politischer Bildung im öffentlichen Raum ergeben.
Wir laden Akteur*innen aus Politikdidaktik, Sozialer Arbeit, non-formaler politischer Bildung sowie aus Kunst, Kultur und kultureller Bildung ein, Beiträge für die Tagung einzureichen. Die Frist dazu läuft bis zum 1.Mai 2026.