Vom Lachen im Leid

Filmabend

Vom Lachen im Leid

Humor und Rassismuskritik im Film

Tagungsnr.
26163
Von: 06.10.2026 19:00
Bis: 06.10.2026 21:00
Haus der EKD

Humor kann verbinden, provozieren und gesellschaftliche Missstände sichtbar machen. Doch wie funktioniert das, wenn es um Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus geht? Anhand von vier Kurzfilmen diskutieren wir darüber mit den Regisseuren Arkadij Khaet und Sejad Ademaj und dem Politiker David Rosenberg.

Inhalt

Kann man über Rassismus lachen – und wenn ja, wie? Anhand von vier Kurzfilmen widmen wir uns den Möglichkeiten und Grenzen von Humor im Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus. Wir diskutieren, wie Humor Vorurteile entlarven, Machtverhältnisse hinterfragen und schwierige Gespräche ermöglichen kann.

In dem Drama „Masel Tov Cocktail“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch aus dem Jahr 2020 schlägt der 16-jährige Jude Dima einen Mitschüler, der einen schlechten antijüdischen Witz gemacht hat, zu Boden und wird der Schule verwiesen. Er muss er sich bei dem Mitschüler entschuldigen; auf dem Weg dahin trifft er Menschen, die alle eine Haltung zum Judentum haben.

Die satirische Produktion „Das Casting“ von Regisseur Willi Kubica aus dem Jahr 2022 zeigt, wie ein Regisseur Darsteller*innen für “fahrendes Volk am Rande der Stadt” sucht; da die Figuren möglichst “authentisch” sein sollen, werden zum Casting Sinti*zze und Rom*nja eingeladen. Aber die entsprechen ganz und gar nicht den antiziganistischen Vorurteilen des Regisseurs.

„The Life and Miracles of St. Nicodemus of Tismana“ des Regisseurs Liviu Barbulescu ist ein Dokumentarfilm von 2023, der als humorvolle Animation verkleidet ist. Er verbindet auf tragikomische Weise den farbenfrohen visuellen Stil der alten rumänischen Kirchenmalerei mit ausgeschnittener Animation. Das wahre Vermächtnis des Heiligen Nicodemus: Die verdrängte Geschichte der Beteiligung der orthodoxen Kirche an der Versklavung der Roma* in Rumänien kommt allmählich zutage.

„Deutsche Sprache, Schwere Sprache“ (2023) ist eine Komödie von Sejad Ademaj. Theo, Sänger einer Nazi-Band, kann nach einem schweren Unfall nur noch Arabisch sprechen. Um auf dem wichtigsten Konzert seines Lebens Deutsch singen zu können, zwingt er den Unfallverursacher Mahmoud dazu, ihm Deutsch beizubringen.

Nach den Filmpräsentationen laden wir zur Diskussion ein. Dabei sind u.a. die Filmregisseure und Drehbuchautoren Arkadij Khaet und Sejad Ademaj sowie der SPD-Politiker David Rosenberg.

Zwischen Lachen, Irritation und Nachdenken: Kommt vorbei, schaut mit uns hin und mischt euch ein!

Dr. Andra Drăghiciu, Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus

Mani Tilgner, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Jakob Mirwald, Evangelische Akademie zu Berlin und Netzwerk Sinti Roma Kirchen

Ort und Anreise

Haus der EKD
Charlottenstraße 53/54
10117 Berlin

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Leitung

Jakob Mirwald

Projektleiter Netzwerk Sinti Roma Kirchen, Kooperationsverbund gegen Antiziganismus

Telefon (030) 203 55 - 583

Organisation

Eleni Efthymiou

Mitarbeiterin Veranstaltungen und Netzwerk Sinti Roma Kirchen

Telefon (030) 203 55 - 507

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