Knapp drei Jahre vor der nächsten Wahl in Brandenburg deuten Umfrageergebnisse die Möglichkeit an, dass rechtsextreme Kräfte auch dort die stärkste Fraktion stellen könnten. Daraus erwachsen neue Aufgaben für Zivilgesellschaft, Landesverwaltung, Polizei und Verfassungsschutz. Über sie zu beraten und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, ist das Ziel dieser Tagung. Unser Augenmerk richtet sich dabei besonders auf mögliche Mittel gegen das Handeln von Rechtsextremist:innen, die politische Macht gewinnen, und auf die Sicherung von Grundpfeilern der liberalen Demokratie.
Der „Brandenburger Weg“ entstand nach 1990 in einer Zeit der Bedrohung durch rechtsextreme Gewalt im Land. Das ideale Ziel der Bewegung war eine Konsensdemokratie. Um die dafür nötige Übereinstimmung der unterschiedlichen politischen Kräfte zu erreichen, sollten Landesinteressen wichtiger als Parteiinteressen sein.
Teil des „Brandenburger Wegs“ im Umgang mit Rechtsextremismus ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Landes- und Lokalpolitik, Behörden, Polizei und dem im Toleranten Brandenburg zusammengeschlossenen Beratungsnetzwerk.
Ev. Bildungsstätte auf Schwanenwerder
Inselstraße 27-28
14129 Berlin