Zukunft gestalten - gerade jetzt

Zukunft gestalten – gerade jetzt

Akademie startet neue Werkstatt TROTZDEM!

Mit Hoffnung und Trotz gegen Perspektivlosigkeit: Unsere neue Werkstatt TROTZDEM! stellt Themen und Fragen in den Mittelpunkt, die junge Menschen besonders beschäftigen. Denn gerade in Krisenzeiten wollen wir sie nicht mit den eigenen Fragen alleinlassen, sondern ihnen Gelegenheit bieten, ins Gespräch zu kommen, kontrovers zu diskutieren und Neues auszuprobieren. Im Interview skizziert Studienleiterin Hannah Schilling die Ideen hinter TROTZDEM! und beschreibt, was die Akademie mit der Werkstatt noch vorhat.

Warum hat die Akademie das Werkstatt-Format TROTZDEM! ins Leben gerufen?

Hannah Schilling: Mit Blick auf die Zukunft stellen sich viele große Fragen und Herausforderungen. Wir müssen der Klimakrise begegnen, Frieden in Europa schaffen und wachsenden Ungleichheiten in Deutschland, aber auch global entgegenwirken. Vor allem die junge Generation wird die Zukunft unserer Gesellschaft tragen. Unsere Werkstatt TROTZDEM! soll jungen Menschen, aber auch Familien Raum für Begegnung bieten und ihnen Lust und Mut machen, sich mit ihren Ideen und Fragen zu einem guten Zusammenleben einzumischen. Dazu bieten wir ihnen Gelegenheit, sich mit Menschen auszutauschen, die unsere Gesellschaft als Entscheidungsträger*innen mitgestalten.

Wie unterscheidet sich „TROTZDEM!“ von den übrigen Akademieangeboten?

Hannah Schilling: Die Veranstaltungen der Werkstatt stellen Themen und Fragen in den Fokus, die junge Menschen besonders beschäftigen. Mit dem Label TROTZDEM! möchten wir diese Angebote sichtbar machen. Die Veranstaltungen sind interaktiv, kreativ und experimentell. Wie der Name „Werkstatt“ nahelegt, bieten wir Raum, damit etwas Neues entstehen kann und Teilnehmende sich ausprobieren können. Der Spaß soll dabei nicht zu kurz kommen. Und natürlich loten wir auch immer aus, was demokratisches Miteinander bedeutet, und erleben, wie es funktionieren kann.

Warum hat die Akademie diese Werkstatt TROTZDEM! genannt?

Hannah Schilling: Angesichts der vielen Herausforderungen, die unser Leben bestimmen und kompliziert machen können, entstehen auch bei jungen Menschen oft Resignation oder Angst. Wir möchten diesen Gefühlen der Lähmung Trotz und Hoffnung entgegensetzen. Gerade jetzt ist es wichtig, mit den eigenen Fragen nicht allein zu bleiben, sondern beherzt und mit Chuzpe zu diskutieren und Neues zu probieren. Wir wollen junge Menschen darin bestärken, ihren Standpunkt zu finden und sich in die gesellschaftlichen Debatten einzubringen. Es ist möglich, Zukunft zu gestalten – trotz allem!

Wendet sich TROTZDEM! also nur an Jugendliche und junge Erwachsene?

Hannah Schilling: Natürlich stehen diese Zielgruppen im Vordergrund. Wobei „die Jugend“ natürlich alles andere als eine homogene Gruppe ist. In Bezug auf die jeweilige Bildungsbiographie, auf persönliche Erfahrungen und mögliche Migrationsgeschichten sind sie sehr unterschiedlich – wie unser sonstiges Publikum an der Akademie auch. Aber es sind genau diese jungen Menschen, die die Welt von Morgen gemeinsam gestalten werden. Daher möchten wir ihnen einen Raum bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu überlegen, in welcher Welt sie leben wollen.

Allerdings werden wir nicht nur die Jungen einladen: Die Begegnung zwischen den Generationen ist uns sehr wichtig. Alle können und sollen bei uns voneinander lernen. Und wir nehmen jugendpolitische Themen in den Blick, zum Beispiel Bildungsgerechtigkeit. Wir werden Multiplikator*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in ihrem praktischen Handeln stärken und natürlich auch Expert*innen zu Wort kommen lassen, die ihre Erfahrungen einbringen. Am Ende kann „Jugend“ auch als Begriff für „Zukunftsbezogenheit“ verstanden werden, für das, was im Werden ist und im Entstehen. Das schließt viele Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen ein. Ich bin gespannt, was hier in der Werkstatt der Evangelischen Akademie wachsen wird!

Dr. Hannah Schilling 2021

Dr. Hannah Schilling

Studienleiterin für gesellschaftspolitische Jugendbildung

Telefon (030) 203 55 - 311

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