Letztes TheoLab nach zehn Jahren

Letztes TheoLab nach zehn Jahren

Die Stadt theologisch lesen, ausprobieren, deuten

© Christopher Lehmpfuhl: Schlossplatz 2013, Öl/LW, 180 x 240 cm, mit freundlicher Erlaubnis des Künstlers

Vor zehn Jahren fand das erste Theologische Labor (TheoLab) an der Akademie statt. Es begann eine facetten- und erfolgreiche Reihe rund um die Fragen, wie der urbane Kontext das theologische Denken herausfordert und wie sich die Stadt in das religiöse Leben ihrer Bewohner*innen einschreibt. Nun fand die letzte Veranstaltung statt. Eine Bilanz der Projektstudienleiter Christopher Zarnow und Alexander Höner.

„Be Berlin – sei Berlin, fordert die Image-Kampagne Besucher- und BewohnerInnen der Hauptstadt auf. Berlin soll zur eigenen, persönlichen Stellungnahme provozieren. Wir wollen uns provozieren lassen und fragen: Wie lässt sich ihre religiöse Topographie erkunden – und in Gestalt von welchen kognitiven Bildern (mental maps) wirkt sie für die kirchliche Praxis als handlungsleitend?“

So hieß es im Ankündigungstext der ersten Fachtagung des Theologischen Labors Berlin, die vor zehn Jahren, im September 2014, am Gendarmenmarkt stattfand. Der Berlin-Slogan kann inzwischen als überholt gelten. Aber das Tagungsformat des TheoLabs hat sich bewährt. Es hat Menschen und Perspektiven aus Wissenschaft, Kirche und Stadtgesellschaft an einen Tisch gebracht, die sich ansonsten nicht über den Weg gelaufen wären. Auch beim 15. und letzten TheoLab am Anfang Mai unter dem Titel „Und bei dir so? Jugendwohnkongress für Berlin“ im Haus der Kulturen der Welt ging es darum, (junge) Menschen dieser Stadt zusammenzubringen und politisch zu empowern. Dazu dienten Workshops, Impulsvorträge, Foren sowie die Übergabe von erarbeiteten Ideen und Forderungen an Verantwortliche der Senatsverwaltung. Denn das ist beim TheoLab immer wichtig gewesen: Der Diskurs zwischen den vielfältigen Akteur*innen und Disziplinen sollte in die konkrete Stadtgestaltung hineinwirken. Das ist gelungen. Das TheoLab hat sich im deutschsprachigen Raum zu einem renommierten Format entwickelt und die theologische Perspektive in die Deutung und Gestaltung von städtischem Leben fundiert eingebracht. Die Kooperation zwischen der Evangelischen Akademie zu Berlin, der Evangelischen Hochschule und der Arbeits- und Forschungsstelle Theologie der Stadt stellte sich dabei als produktiv heraus, um das Thema Stadt als eigenes theologisches Thema zu etablieren. Das Fundament ist somit gelegt. Wir sind gespannt, was sich darauf Neues in Zukunft entwickeln wird.

Alexander Höner und Christopher Zarnow

Theologie der Stadt

Jahr für Jahr strömen Millionen in die Metropolen dieser Erde auf der Suche nach Arbeit, Freiheit und Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Städte sind Orte der Sehnsucht, aber auch der Ungleichheit, der Konflikte und sozialen Spaltungen. Die Stadt als eigenen Topos religiöser …

Alexander Höner

Alexander Höner

Projektstudienleitung "Theologie der Stadt" (2017-2024)

Christopher Zarnow

Prof. Dr. Christopher Zarnow

Projektstudienleitung "Theologie der Stadt" (2014-2024)

2024 4 Mai

Kongress für junge Menschen

Haus der Kulturen der Welt

Und bei dir so?

Der Jugendwohnkongress für Berlin

Für die meisten jungen Menschen ist es sehr schwer, eine Wohnung in Berlin zu finden und so zu wohnen, wie sie es sich wünschen. Was muss sich politisch und gesellschaftlich ändern, um ihnen fairen Zugang zu Wohnraum in Berlin zu geben? Der… weiter
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