Einladung zum Nachdenken

Einladung zum Nachdenken

Warum die EKD-Friedensdenkschrift keine einfachen Antworten liefert

Foto von Friederike Krippner vor virtuellem Hintergrund mit dem stilisierten Friedenstauben-Logo der EKD-Friedensdenkschrift

© EKD

Warum liefert die EKD-Friedensdenkschrift keine einfachen Antworten? In einem Erklärvideo der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt Akademiedirektorin Friederike Krippner Einblicke in die Diskussionen und Abwägungen, die den Entstehungsprozess des Grundsatzpapiers geprägt haben. Krippner hatte gemeinsam mit dem Theologen Reiner Anselm das Redaktionsteam der Denkschrift geleitet.

Empfohlener externer Inhalt: YouTube-Video

Friedensethik muss sich mit den politischen Realitäten einer komplexen und oft widersprüchlichen Welt auseinandersetzen. Die Denkschrift, die die EKD im vergangenen Herbst veröffentlichte, will dazu Orientierung für eigenständige, friedensethisch fundierte Entscheidungen bieten.

Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven haben an der Denkschrift mitgewirkt. Gemeinsam berieten sie darüber, wie christliche Friedensethik auf die Herausforderungen einer von Kriegen, Gewalt und Unsicherheit geprägten Welt reagieren kann. Dabei wurde deutlich: Friedensethische Urteile entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern müssen sich mit konkreten politischen Wirklichkeiten auseinandersetzen. 

Die Friedensdenkschrift als Kompass 

Ein typisches Beispiel: Der christliche Glaube auf Gewaltfreiheit. Zugleich gehört zur Nächstenliebe auch die Verantwortung, Menschen vor Gewalt und Unrecht zu schützen. Wie lassen sich diese beiden Grundsätze miteinander verbinden? Die Denkschrift greift diese Spannungen auf und diskutiert die schwierigen Fragen, die sich angesichts von Krieg und bewaffneten Konflikten stellen. Sie macht deutlich, dass christliche Friedensethik oft zwischen unterschiedlichen Gütern abwägen muss.

Die Friedensdenkschrift der EKD versteht sich als Einladung zum reflektierten Nachdenken. Sie will Orientierung geben für den Umgang mit Fragen von Frieden, Sicherheit und Verantwortung – ohne fertige Lösungen vorzugeben. Gerade in einer Zeit, in der friedensethische Entscheidungen selten eindeutig sind, kann sie als Kompass für Kirche, Gesellschaft und Politik dienen.

Porträtfotos von Reiner Anselm und Friederike Krippner

Frieden braucht Recht

FAZ-Gastbeitrag von Akademiedirektorin Friederike Krippner und Reiner Anselm

Ist der Krieg der USA und Israels gegen den Iran aus friedensethischer Sicht zu rechtfertigen? Dieser Frage gehen Akademiedirektorin Friederike Krippner und der Theologe Reiner Anselm in einem Gastbeitrag nach, der am 23. April in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist. Krippner und …

Stilisierte Friedenstaube

Kein perfekter Friede

Zur Kritik an der EKD-Friedensdenkschrift

Die Hauptautor*innen der EKD-Friedensdenkschrift kritisieren, die Debatte um das Grundsatzpapier werde auf altbekannte Reizthemen verengt. Im Mittelpunkt stünden oft atomare Abschreckung, Pazifismus, Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung – Themen also, die die friedensethische Debatte in der …

Porträtfotos von Friederike Krippner und Reiner Anselm

„Zur Gewissenschärfung beitragen“

Interview mit Reiner Anselm und Friederike Krippner

Der Münchner Theologie-Professor Reiner Anselm und Akademiedirektorin Friederike Krippner waren in der Leitung der EKD-Friedenswerkstatt und des Redaktionsteams maßgeblich an der Entstehung der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland beteiligt. Anlässlich der …

Ausschnitt einer Weltkarte mit Flaggen der UN-Mitgliedsstaaten

Gerechter Friede auf dem Prüfstand

Sammelband zur neuen EKD-Friedensdenkschrift

Einen Tag nach der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist ein begleitender Sammelband erschienen: Gerechter Friede auf dem Prüfstand: Ein Lesebuch zu gegenwärtigen Suchprozessen evangelischer Friedensethik, herausgegeben von Maximilian Schell, Reiner Anselm und …

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Krippner, Friederike 2020

Dr. Friederike Krippner

Akademiedirektorin

Telefon (030) 203 55 - 505

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