Gelebte und verpasste Versöhnung
Aufzeichnung aus der Reihe "Female Times! 100 Jahre Weltgebetstag"

© Andrea Ludwig (Porträt Land)/CURE Foundation (Porträt Milicevic)
Was lässt Menschen nach Krieg und Gewalt den Mut finden, aufeinander zuzugehen? Was geschieht, wenn Versöhnung ausbleibt, obwohl der politische Umbruch längst vollzogen ist? Und was trägt noch, wenn Erinnerungen eher zu trennen drohen statt zu verbinden?
Mit Fokus auf Bosnien und Herzegowina und auf das deutsch-deutsche Verhältnis haben wir zum Auftakt der Veranstaltungsreihe Female Times! 100 Jahre Weltgebetstag mit der Friedensaktivistin Jadranka Miličević (CURE Foundation, Bosnien-Herzegowina) und der Pfarrerin Dorothee Land (Zentrum für Dialog und Wandel, Cottbus) darüber gesprochen, welche Rolle Erinnerung, Anerkennung und Dialog für Gesellschaften spielen. Wo liegen die Grenzen politischer Einigung ohne gesellschaftliche Versöhnung? Und welche Verantwortung tragen Kirchen und Zivilgesellschaft dafür, Versöhnungsprozesse zu begleiten?
Female Times! 100 Jahre Weltgebetstag
Der Weltgebetstag der Frauen wird 100! Unter dem Motto „Informiert beten – betend handeln“ bereiten Jahr für Jahr Frauen aus weltweit mehr als 150 Ländern den Weltgebetstag vor und feiern Gottesdienst in unzähligen Gemeinden. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt. Der Weltgebetstag ist eine geistliche und auch politische, überkonfessionelle Bewegung von Frauen. Er ist Zeichen für Versöhnung und Frieden, aber auch Ort, um für Umweltschutz, für Gleichberechtigung und gegen Gewalt und Rassismus aufzustehen.
Im Vorfeld der Feiern zu 100 Jahren Weltgebetstag laden wir unter dem Titel Female Times! ein: Theologinnen, Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und weitere Expertinnen unter anderem aus Simbabwe, aus Bosnien und Herzegowina sowie aus Deutschland sprechen zu je einem Thema, das die Weltgebetstage besonders geprägt hat.
Eine Veranstaltungsreihe des Amts für Kirchliche Dienste der EKBO und der Evangelischen Akademie zu Berlin. Konzeption: Manon Althaus, Marion Duppel, Friederike Krippner und Petra Möller.
Erschienen am 29.09.2026
Aktualisiert am 29.09.2026




