Verständigung wagen | Herzfelder Predigt von Projektleiter Patrick Telligmann

Verständigung wagen

Projektleiter Patrick Telligmann hält "Herzfelder Predigt"

Seit 20 Jahren schlagen die Herzfelder Predigten in einer uckermärkischen Dorfkirche bei Templin den Bogen zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft. Patrick Telligmann, Leiter unseres Projekts Wanderungen durch ein weltoffenes Brandenburg, stellte seine Predigt am Pfingstmontag in dieser traditionsreichen Reihe unter den Titel „Verständigung wagen“. Pfingsten wurde darin zur Einladung, einander zuzuhören, Sprache zu finden und miteinander im Gespräch zu bleiben. 

„Verständigung heißt: Verständnis aufbringen und sich verständlich machen.“ Dieser Leitgedanke zog sich durch Telligmanns Predigt und den gesamten Gottesdienst – von der Pfingstgeschichte bis zu aktuellen Fragen demokratischer Kultur im ländlichen Raum. Telligmann spannte den Bogen von spürbarer Sprachlosigkeit und rechtsextremer Gewalt in der Uckermark bis zur Frage, wie heute Räume für Gespräch und Widerspruch offen bleiben. „Demokratie ist keine Dienstleistung“, betonte er. Sie lebe von Menschen, die sich einbringen, sichtbar werden und Verantwortung übernehmen.

Im Anschluss wurde weiter gefragt und diskutiert: Wie erreichen wir Menschen, die nicht ohnehin schon im Gespräch sind? Wo braucht es klare Grenzen? Und wie wird Demokratie sichtbar – nicht als Dienstleistung, sondern durch Menschen, die sich einbringen?
Schauspielerin Lisa Adler las die Pfingstgeschichte und einen Brief Franz Kafkas an Oskar Pollak – zwei Texte über das Verstehen und Nichtverstehen: über die Fremdheit zwischen Menschen und die pfingstliche Hoffnung, dass Verständigung dennoch möglich wird.

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Eingeladen werden Menschen, „die Botschaften haben“

In der Vergangenheit sprachen bei den Herzfelder Predigten Persönlichkeiten wie der frühere Bischof und EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, der Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer, Markus Meckel, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei der DDR und deren letzter Außenminister, oder zuletzt Ellen Ueberschär, die Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung. 

Ins Leben gerufen wurde die Reihe 2006 von der Theologin, Grünen-Politikerin und ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer. Als Gastprediger werden Theologinnen, Theologen oder Laien eingeladen – stets aber Menschen, „die Botschaften haben“. Ziel ist es, ausgehend vom Bibeltext des Tages aktuelle gesellschaftliche Bezüge herzustellen und damit den Blick über den Tellerrand und über die Kirchenmauern hinaus zu wagen.

Luftbild der Uckermark mit der Stadt Prenzlau im Vordergrund

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Patrick Telligmann

Projektleiter Wanderungen durch ein weltoffenes Brandenburg

Telefon (030) 203 55 - 512

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