Wann, wenn nicht jetzt?

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Rede von Marko Martin zum Werner-Schulz-Preis 2026

© Sandrino Donnhauser

Der Schriftsteller Marko Martin ist in Leipzig mit dem Werner-Schulz-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der Preis erinnert an den 2022 verstorbenen DDR-Bürgerrechtler, Europa- und Bundestagsabgeordneten Werner Schulz und ehrt Menschen, Initiativen und Organisationen, die sich in herausragender Weise für zentrale Anliegen einer gemeinsamen europäischen Verständigungs- und Demokratie-Agenda engagieren.

In seiner Dankesrede plädierte Marko Martin anhand zahlreicher Beispiele aus Osteuropa und Ostdeutschland vehement dafür, „das Erinnern und Weitergeben zu verteidigen und zwar (…) ganz konkret: Namen nennen, Biografien wieder lebendig machen, um uns und andere zu ermutigen“. Denn, so der Autor: „Die Handschellen, mit denen die Moskauer Miliz im Oktober 2021 die Türen zum Büro von Memorial verschloss, sind geradezu das Symbol dafür, wie ein amtlicher Befehl zum Vergessen der vorherigen Untaten nichts anderes bedeutet als die Vorbereitung kommender Verbrechen. Der Kontinuität der gewaltsamen Machtausübung entspricht seit jeher eine Kontinuität des Krieges gegen das Gedächtnis.“

Den Preis vergibt die Werner-Schulz-Initiative seit 2025. Die Evangelische Akademie zu Berlin war wie schon im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachen Mitveranstalter der Preisverleihung.

Den Text der Rede von Preisträger Marko Martin dokumentiert die Bundeszentrale für politische Bildung in ihrem Deutschland Archiv.

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Dr. Friederike Krippner

Akademiedirektorin

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