Brief an Berlin
Junge Erwachsene drehen Kurzfilm über ihr Leben in der Stadt

© Mariia Patriichuk
Geschichten über das Aufwachsen in Berlin sind so vielfältig und voller Gegensätze wie die Stadt selbst. Im Mittelpunkt des Kurzfilms "Brief an Berlin" steht die Frage, wie Räume für junge Menschen in Berlin aussehen sollten: Was ist nötig, um für junge Erwachsene ein gutes Aufwachsen in Berlin zu ermöglichen?
Zum Film Brief an Berlin
"Berlin! Ich rede mit dir wie mit einer Stadt, aber ich fühle dich wie einen Menschen. Manchmal ist es schwer, dich anzuschauen. Aber als ich dich zum ersten Mal gesehen habe, habe ich mich verliebt."
Junge Erwachsene, in Berlin aufgewachsen oder neu aus der Ukraine hier angekommen, erzählen mit gemischten Gefühlen von der Stadt – von Liebe und Hass, Hoffnung und Resignation. Es entsteht ein Mosaik an Lebensgeschichten, so vielfältig wie die junge Generation selbst. Die Dokumentation zeigt, dass Erwachsenwerden in Berlin von der Suche nach Freiräumen und dem eigenen Weg geprägt ist und wie wichtig dazu Wohnraum und Chancen zur Selbstverwirklichung sind.
Deutschland 2026, Deutsch, 11:33 min
Ein Dokumentarfilm von und mit Mirjeta Bilalli, Emilia Gladigau, Danylo Kalashuyk, Illia Karatsun, Nazarii Klyschevskiy, Yana Kondrachuk, Louis Marszal, Sofiya Pastushenko, Mariia Patriichuk, Rustam Sokolets, Nela Staak, Sophie Tainz, Oliver Wendland und Majada Youssef
Filmische Leitung: Jan Wagner
Künstlerische Leitung: Gabriela Zorn
Idee: Ulrike Eichler und Hannah Schilling
Entstehungskontext des Films
Drei Monate lang hat sich eine Gruppe junger Berliner:innen zu mehreren Workshops und Exkursionen getroffen, um einen eigenen Film über ihr ganz persönliches Berlin zu erarbeiten. Um einen eigenen Blick auf die Stadt zu entwickeln, führten die Teilnehmenden ein Videotagebuch und lernten Akteure und Orte kennen, an denen Stadt gestaltet wird. In mehrtägigen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit ihren Gefühlen zur Stadt und übersetzten diese in filmische Bilder. Dabei arbeiteten sie assoziativ und metaphorisch und setzen sich selbst und Andere auf kreative Art und Weise in Bezug zu verschiedenen städtischen Räumen. Zuletzt entstand ein Text, der diesen Gefühlen eine Stimme gab in Form sehr unterschiedlicher „Liebesbriefe“ an Berlin.
Bei der öffentlichen Premiere im Rahmen des Kongresses Jugend findet Stadt erwies sich die assoziative, poetische Stimmung des Films als guter Ausgangspunkt, um mit Politiker:innen und anderen Erwachsenen ins Gespräch zu kommen – nicht als homogene Interessengruppe der „jungen Menschen“, sondern als Akteure, die an das Verspielte und Vielseitige im Leben erinnern. Damit gelang es, stark zu machen, wie wichtig es ist, als Stadtgesellschaft Freiräume zur Selbstverwirklichung und zum Ausprobieren offen zu halten.
Das Filmprojekt wurde von der Werkstatt TROTZDEM! der Evangelischen Akademie zu Berlin gemeinsam mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Haus Kreisau Berlin entwickelt und umgesetzt. Der Film ist Teil des Projekts Wem gehört die Stadt, das im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung stattfindet und vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) gefördert wird. Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt des Films liegt bei den Beteiligten und Protagonist*innen.
Erschienen am 01.04.2026
Aktualisiert am 08.04.2026

