VERSCHOBEN - Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

Filmreihe

VERSCHOBEN - Der Skandal als vorlauter Bote - Die großen deutschen Geschichtsdebatten

Thilo Sarrazin oder das Ende der Geschichte

Tagungsnr.
01-06/2020
Von: 21.06.2020 11:00
Bis: 21.06.2020 14:00
Urania Berlin e. V.
Cover Der Skandal als vorlauter Bote

© dpa-Bildarchiv / Gier, bpk / Klaus Lehnartz, Polyband, dpa Picture Alliance (2), Sacha Hartgers, Das blaue Sofa Club Bertelsmann, Richard Hebstreit / Wikimedia Commons

Inhalt

Die Bearbeitung der NS-Geschichte in der Bundesrepublik verlief in Schüben konflikthaft und mit großen Diskussionen. Anlässe dieser wohl notwendig mühsamen Formen der Näherungen an die abgründigen deutschen Zeiten von Völkermord und Vernichtungskrieg waren nicht selten Skandale oder weitreichende Impulse aus Kultur oder Politik. Hannes Heer, Ausstellungsmacher der ersten Wehrmachtsausstellung und streitbarer Zeitzeuge vieler dieser Debatten, hat sie an sechs Sonntagen jeweils um 11.00 Uhr mit Filmmaterial aus diesen Tagen präsentiert.

Im September 2009 veröffentlichte die Kulturzeitschrift Lettre International ein Gespräch mit dem Berliner Ex-Finanzsenator und Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Thilo Sarrazin, in dem dieser sich über drei Skandale in der Stadt empörte: Die 20 % Hartz-IV- oder Sozialhilfebezieher würden »ökonomisch nicht gebraucht«, lebten aber von öffentlichen Geldern. Die massenhafte Präsenz von Türken und Arabern, »die keine produktive Funktion« hätten, aber zwei bis dreimal mehr Kinder produzierten als die Einheimischen, würde zur Eroberung Deutschlands durch die »höhere Geburtenrate« führen. Diese demographische Entwicklung bedeute eine Abnahme des „Anteils der intelligenten Leistungsträger « und habe zur Folge, dass die Berliner »von Generation zu Generation dümmer« würden. Als diese Mischung von Zynismus, Rassismus und völkischer Eugenik Proteste auslöste, machte Sarrazin aus dem Fall Berlin den Skandal Bundesrepublik: Mit seinem Buch »Deutschland schafft sich ab« wurde er zum Propheten, der das Ende der deutschen Geschichte verkündete. // Filmausschnitte: ARD, ZDF

Preise und Informationen

Die Teilnahme ist kostenlos
Begrenzte Platzzahl
Es wird um Reservierung unter der E-Mail-Adresse kontakt@urania-berlin.de oder der Telefonnummer 030-2189091 gebeten.

Ort und Anreise

Urania Berlin e. V.

Urania Berlin e.V.
An der Urania 17
10787 Berlin

U-Bhf. Wittenbergplatz: U1, U2, U3
An der Urania: 106, 187, M19, M29, M46, N1, N2, N26
U-Bhf. Nollendorfplatz: U1, U2, U3, U4

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Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Organisation

Belinda Elter

Belinda Elter

Tagungsorganisation, Verwaltung, Abrechnungen

Telefon (030) 203 55 - 409

Kooperation/Förderung

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