Antisemitismuskritik als Bildungsprozess am Beispiel von Unterrichtsmaterialien

Workshop

Antisemitismuskritik als Bildungsprozess am Beispiel von Unterrichtsmaterialien

Tagungsnr.
24124
Von: 17.04.2024 17:00
Bis: 17.04.2024 18:30
Online

Häufig unentdeckt werden in Schulbüchern antisemitische Bilder reproduziert. Antisemitismuskritik als pädagogische Praxis bedeutet, diese Bilder zu stören und neue Bilder, frei von Antisemitismus, zu schaffen. Dazu gehört eine selbstreflexive Auseinandersetzung, um Selbst- wie auch Fremdbilder zu verstehen und sich dem Funktionsmechanismus des Antisemitismus, der maßgeblich der Selbstidealisierung dient, bewusst zu werden. Diese Veranstaltungsreihe gibt Impulse zur pädagogischen Bearbeitung.

Inhalt

Kaum ein Mensch versteht sich heute normalerweise dezidiert und offen als Antisemit*in oder als antisemitisch. Trotzdem kommen bestimmte antijüdische oder antisemitische Einstellungen besonders in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie in Form von Verschwörungserzählungen an die Oberfläche.

Seit dem 7. Oktober 2023 erleben wir erneut, wie Jüdinnen, Juden und Israel zur Projektionsfläche antisemitischer Bilder werden. Dabei werden die christlichen Signaturen und Stereotypisie­rungen des säkular auftretenden Antisemitismus oft nicht wahrgenommen und in der (religions-) pädagogischen Praxis zu wenig reflektiert und bearbeitet. Die Auseinander­setzung mit christlichen antijüdischen Bildern ist daher nicht nur in kirchlichen Bildungs­kontexten dringend notwendig. Denn auch in Schulbüchern werden antisemitische Bilder reproduziert – häufig unentdeckt.

Die Veranstaltungsreihe gibt Impulse zu diesen Befunden und zur pädagogischen Bearbeitung. Sie speist sich auch aus den Erfahrungen eines antisemitismuskritischen Pilotprojekts mit evangelischen Schulen, in dem pädagogische Bildungsmaterialen entwickelt und erprobt wurden.

Bitte melden Sie sich hier an.

Termine und Themen

17. April: Die Macht der Projektion

Mit Christian Staffa, Studienleiter für Demokratische Kultur und Bildung, Evangelische Akademie zu Berlin; Beauftragter für den Kampf gegen Antisemitismus der EKD

 

29. April: Verschwörungserzählungen: Macht und Ohnmacht

Mit Prof. em. Katharina von Kellenbach, Projekt „Bildstörungen Elemente einer antisemitismus­kritischen pädagogischen und theologischen Praxis“, Evangelische Akademie zu Berlin

21. Mai: Störung hat Vorrang

Mit Kristina Herbst und Nina Schmidt, Projektleiterinnen „DisKursLab – Labor für antisemitismus- und rassismuskritischeBildung und Praxis", Evangelische Akademie zu Berlin

03.06.2024 Bilder von Israel

Mit Anita Haviv, Autorin, tätig in der politischen Bildung, Israel und Shila Erlbaum, Zentralrat der Juden in Deutschland

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Leitung

Schmidt, Nina 2020

Nina Schmidt

Projektleitung „DisKursLab – Labor für antisemitismus- und rassismuskritische Bildung & Praxis“

Telefon (030) 203 55 - 516

Kristina Herbst

Projektleitung „DisKursLab – Labor für antisemitismus- und rassismuskritische Bildung & Praxis“

Telefon (030) 203 55 - 516

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Organisation

Eichhorst, Anne

Anne Eichhorst

Projektsachbearbeitung „DisKursLab“, Assistenz des Antisemitismusbeauftragten der EKD Dr. Staffa

Telefon (030) 203 55 - 407

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