Die Macht der Projektion

Tagung

Die Macht der Projektion

Antiisraelische Obsessionen als Weltwahrnehmung

Tagungsnr.
24096
Von: 14.04.2024 16:30
Bis: 14.04.2024 19:30
Französische Friedrichstadtkirche

© Tamir Neffgen (mit Canva bearbeitet)

Seit dem brutalen Massaker der militant-islamistischen Hamas in Israel im Oktober 2023 sind Äußerungen und Handlungen, aus denen israelbezogener Antisemitismus spricht, weltweit so lautstark wie selten zuvor zu hören. Mit dieser Podiumsdiskussion zum Beginn einer Fachtagung begeben wir uns auf Ursachenforschung.

Inhalt

Seit vielen Jahren fragen sich Menschen, die über israelbezogenen Antisemitismus nachdenken, warum Israel so oft im Fokus von Aggression oder Hass steht. Beispielsweise haben UN-Resolutionen Israel um ein Vielfaches häufiger als jeden anderen Staat in der Welt verurteilt. Schon vor dem 7. Oktober 2023 war zu beobachten, dass es auch aus akademischen Kontexten Boykottaufrufe und Ausschlussanträge für israelische Mitglieder gab. Ebenso wurden Israel oder auch die deutsche Gedenkkultur teils der Monopolisierung angeklagt. Damit einhergehend wird der jüdische Staat aufgrund einer vermeintlich „kolonialen“ Politik dämonisiert und als Fremdkörper im Nahen Osten bezeichnet.

Der Chor derjenigen, die Israel delegitimieren, umfasst Staaten, Religionsgemeinschaften sowie politische und kulturelle Akteure sehr unterschiedlicher Überzeugungen und politischer Orientierungen. Seit dem brutalen Massaker der militant-islamistischen Hamas in Israel sind derartige israelfeindliche Äußerungen und Handlungen weltweit so lautstark wie selten zuvor zu hören. Diese Entwicklungen verlangen nach Ursachenforschung. Diese wollen wir mit dieser Tagung im Gespräch mit Menschen aus Israel und Deutschland vorantreiben, die in der Bildungsarbeit und Wissenschaft tätig sind.

Die Veranstaltung ist Teil der gleichnamigen Fachtagung.

Programm:

16:30 Uhr Grußworte und Einstimmung auf die Tagung

Thomas Krüger, Bundeszentrale für politische Bildung,

Prof. Doron Kiesel, Zentralrat der Juden in Deutschland und

Dr. Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin

17:00 Uhr Thematische Einführung Israel im Nahen Osten – Bestandsaufnahme und Perspektiven

Gespräch mit Esther Schapira, Journalistin und Publizistin, Frankfurt am Main

Prof. Dr. Doron Kiesel und Dr. Christian Staffa

18:00 Uhr Navid Kermani / Natan Sznaider Eine Korrespondenz.

Lesung mit Daniel Kraft, Bundeszentrale für politische Bildung und Christian Staffa

Musik: Kilian Nauhaus, Kirchenmusiker und Autor

Podiumsdiskussion mit

Anita Haviv, Autorin, Netanya (Israel)

Prof. em. Dr. Katharina von Kellenbach, Evangelische Akademie zu Berlin

Thomas Krüger und

Dr. Yael Kupferberg, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin

Moderation: Prof. Dr. Doron Kiesel und Dr. Christian Staffa

19:30 Uhr Fahrt nach Schwanenwerde

Ort und Anreise

Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
10117 Berlin

Empfohlener externer Inhalt: Karte

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Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Organisation

Eichhorst, Anne

Anne Eichhorst

Projektsachbearbeitung „DisKursLab“, Assistenz des Antisemitismusbeauftragten der EKD Dr. Staffa

Telefon (030) 203 55 - 407

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