Sind Berlinerinnen und Berliner alleine glücklich oder doch einsam in der Menge? Nirgends sonst in Deutschland leben so viele Menschen in Einpersonenhaushalten wie in Berlin, insbesondere in den Innenstadtbezirken. Ist das selbst gewählt oder die Schattenseite einer auf Individualität geprägten Gesellschaft? Fühlen sich Menschen in Single-Haushalten überhaupt mehrheitlich einsam? Und wenn ja: Wie kann dem begegnet werden?
Dass über die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner alleine leben, hat aber nicht nur mit dem Wohlbefinden Einzelner zu tun. Es hat Konsequenzen: für Wirtschaft, Infrastruktur und die sozialen Sicherungssysteme. Einpersonenhaushalte benötigen proportional mehr Wohnraum, verbrauchen mehr Energie und erzeugen mehr Kosten im Alltag. Im Alter haben Singles im Durchschnitt einen höheren Pflegebedarf durch die Solidarsysteme, weil ihre Pflege seltener von Angehörigen aufgefangen wird.
All das sind Themen, für die die Stadtgesellschaft, die Berliner Politik, aber zum Beispiel auch die Kirchen Lösungen finden müssen. Moderator Sascha Hingst macht sich mit seinen Gästen auf die Suche nach Lösungsansätzen: mit dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Christian Gaebler, Generalsuperintendentin Dr. Julia Helmke, der Schriftstellerin Katja Kullmann und Dr. Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik. Seien Sie dabei und diskutieren Sie bei der Veranstaltung mit!
Das rbb24 Inforadio Forum findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin statt.
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