Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche im Jahr 1986 stehen für zwei unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR. Während Brüsewitz mit seinem radikalen Protest ein öffentliches Zeichen setzte und damit Sprachlosigkeit und Anpassung herausforderte, entstand mit dem Arbeitskreis Solidarische Kirche ein Netzwerk, in dem Widerspruch gemeinschaftlich artikuliert und demokratische Praxis eingeübt wurde.
50 Jahre bzw. 40 Jahre danach fragt die Veranstaltung, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – damals in der DDR und heute in demokratischen Gesellschaften. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit einer Gegenwartsperspektive auf Protest, Zivilgesellschaft und demokratische Verantwortung: innerhalb und außerhalb der Kirche.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelischen Akademie zu Berlin, des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.
Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehemaliger Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen
Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig
Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehemaliger Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen
Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig
Verantwortung tragen: Kirche in der demokratischen Gesellschaft
Pfarrerin Dorothee Land, Leiterin des Zentrums für Dialog und Wandel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Cottbus
Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, Berlin
Moderation: Vera Wolfskämpf, Landeskorrespondentin für Sachsen-Anhalt des
Redaktionsnetzwerks Deutschland
Die Veranstaltung wird für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Wenn Sie nicht fotografiert werden möchten, nehmen Sie bitte im gekennzeichneten „Fotofreien Bereich“ Platz.
Änderungen des Programmablaufs vorbehalten.
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin