Wenn Widerspruch nötig wird

Abendforum

Wenn Widerspruch nötig wird

Kirche, Protest und Verantwortung von der DDR bis heute

Tagungsnr.
26121
Von: 23.06.2026 18:00
Bis: 23.06.2026 20:30
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

© Dguendel via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0) | Michaeliskirche Zeitz mit Brüsewitz-Gedenkstele

Wie entstehen Räume, in denen Widerspruch möglich wird? 50 Jahre nach der Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz und 40 Jahre nach der Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche stellt sich diese Frage nicht nur mit Blick auf die damalige DDR.

Inhalt

Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche im Jahr 1986 stehen für zwei unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR. Während Brüsewitz mit seinem radikalen Protest ein öffentliches Zeichen setzte und damit Sprachlosigkeit und Anpassung herausforderte, entstand mit dem Arbeitskreis Solidarische Kirche ein Netzwerk, in dem Widerspruch gemeinschaftlich artikuliert und demokratische Praxis eingeübt wurde.

50 Jahre bzw. 40 Jahre danach fragt die Veranstaltung, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – damals in der DDR und heute in demokratischen Gesellschaften. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit einer Gegenwartsperspektive auf Protest, Zivilgesellschaft und demokratische Verantwortung: innerhalb und außerhalb der Kirche.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Evangelischen Akademie zu Berlin, des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Programm

Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehemaliger Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen

Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig

Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehemaliger Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen

Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig

Verantwortung tragen: Kirche in der demokratischen Gesellschaft
Pfarrerin Dorothee Land, Leiterin des Zentrums für Dialog und Wandel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Cottbus
Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, Berlin
Moderation: Vera Wolfskämpf, Landeskorrespondentin für Sachsen-Anhalt des

Redaktionsnetzwerks Deutschland

Die Veranstaltung wird für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ganz oder teilweise mit Bild und Ton aufgezeichnet. Wenn Sie nicht fotografiert werden möchten, nehmen Sie bitte im gekennzeichneten „Fotofreien Bereich“ Platz.

Änderungen des Programmablaufs vorbehalten.

Ort und Anreise

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin

Empfohlener externer Inhalt: Karte

Bundesstiftung Aufarbeitung
Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Sachsen-Anhalt Landeszentrale für politische Bildung

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Leitung

Krippner, Friederike 2020

Dr. Friederike Krippner

Akademiedirektorin

Telefon (030) 203 55 - 505

Organisation

Dörthe Hoffmann

Assistentin der Akademiedirektorin

Telefon (030) 203 55 - 506

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