In der Veranstaltung steht die Frage nach Wegen des Ankommens und Zuhausefindens junger Menschen in einer Welt voller Unsicherheiten im Fokus. Ausgangspunkte sind die beiden dokumentarischen Kurzfilme "Brief an Berlin" und "Teen Angst". Was heißt es, mit einem Krieg erwachsen zu werden? Was bedeutet Zugehörigkeit und wie sortieren sich Vorstellungen über Identität und Zukunft neu, wenn Perspektiven wechseln? Was erwarten junge Erwachsene von sich selbst, von einer Stadt wie Berlin und von der Welt? Beide Filme entstanden in Filmworkshops, in denen junge Menschen ihre Erfahrungen, Fragen und Gefühle in filmische Bilder übersetzten.
Im Anschluss an die Filmpräsentationen diskutieren wir mit Protagonist:innen und Autor:innen der Filme sowie den Regisseurinnen Inga Pylypchuk und Gabriela Zorn. Filme und Gespräch finden in ukrainischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung statt.
"Brief an Berlin" (11 Min., 2026) ist eine Auseinandersetzung mit der Stadt aus der Sicht junger Berliner:innen. Ausgehend von Videotagebüchern, Workshops und Exkursionen entwickeln sie einen sehr persönlichen Blick auf Berlin. Assoziative und metaphorische Bilder erzählen von Zugehörigkeit, Fremdheit, Erinnerung und den vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen und urbanen Räumen.
"Brief an Berlin" ist ein Projekt der Evangelischen Jugendbildungsstätte Haus Kreisau Berlin und der Evangelischen Akademie zu Berlin im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, unter Leitung von Ulrike Eichler & Hannah Schilling, künstlerische Leitung waren Gabriela Zorn und Jan Wagner.
"Teen Angst" (38 Min., 2024) begleitet neun junge Ukrainerinnen, die teils in der Ukraine leben, teils nach Deutschland fliehen mussten. Sie erzählen offen von ihrem Alltag im Schatten des Krieges, von Angst, Verlust und Trennung, aber auch von Freundschaft, Hoffnung und der Suche nach Geborgenheit. So entsteht ein eindringliches, vielstimmiges Porträt einer Generation, die unter außergewöhnlichen Bedingungen ihren eigenen Weg ins Erwachsenenleben sucht. "Teen Angst" ist eine Produktion von den Plattform Tu (Ukraine) und bridgeworks (Deutschland) unter der Regie von Inga Pylypchuk.
Eine Veranstaltung von CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V. und der Evangelischen Akademie zu Berlin im Rahmen des Migrantas e.V.-Projekts „Parcours der Stimmen Europas - Mehrsprachige Veranstaltungen“, gefördert durch das Programm „Berlin lebt Europa 2026“ der Senatskanzlei Berlin – Der Regierende Bürgermeister und vom Kinder- und Jugendplan des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et), in Kooperation mit der Stadtbibliothek Neukölln.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Für die Planung erbitten wir eine Anmeldung bis zum 20.September. Eine spontane Teilnahme ist möglich.
Gemeinschaftshaus Gropiusstadt
Bat-Yam-Platz 1
12353 Berlin