Das Verhältnis von Staat und Kirchen in Deutschland ist historisch gewachsen und rechtlich besonders geordnet. Doch die Gesellschaft verändert sich grundlegend: Die großen Kirchen verlieren Mitglieder, religiöse und weltanschauliche Vielfalt nimmt zu, und die Selbstverständlichkeit, mit der insbesondere die christliche Religion zum gesellschaftlichen Leben gehört, schwindet. Was bedeutet das für das Verhältnis von Staat und Kirche?
Aktuell stellt sich diese Frage auch mit Blick auf die politischen Debatten in Ostdeutschland. Das im Wahlkampf präsentierte „Regierungsprogramm“ der AfD für Sachsen-Anhalt fordert unter anderem, den staatlichen Kirchensteuereinzug abzuschaffen, und spricht sich für die Einschränkung muslimischen religiösen Lebens aus. Zugleich entdecken Politik und auch zivilgesellschaftliche Akteure Kirche neu als Partnerin im Einsatz für die liberale Demokratie.
Was heißt dieses vielfältige Bild für das Verhältnis von Kirchen und Staat für die Zukunft – und was für andere Religionsgemeinschaften?
Darüber diskutieren wir mit Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, sowie mit Linda Teuteberg, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und Mitglied der Synode der EKD.
Die Veranstaltung ist Teil der gemeinsamen Reihe Religion und Demokratie der Evangelischen Akademie zu Berlin und des Debattenforums der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
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