Wie wird Widerspruch möglich?
Zeitzeug:innengespräch zu Oskar Brüsewitz und zum Arbeitskreis Solidarische Kirche

© Bundesstiftung Aufarbeitung | Podium mit Moderatorin Vera Wolfskämpf, Marianne Birthler und Klaus Fitschen
Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche im Jahr 1986 stehen für zwei unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR. Brüsewitz setzte mit seinem radikalen Protest ein öffentliches Zeichen und forderte damit Sprachlosigkeit und Anpassung heraus. Dagegen entstand mit dem Arbeitskreis Solidarische Kirche ein Netzwerk, in dem Widerspruch gemeinschaftlich artikuliert und demokratische Praxis eingeübt wurde.
50 Jahre bzw. 40 Jahre danach haben wir mit Zeitzeug:innen und Expert:innen diskutiert, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – damals in der DDR und heute in demokratischen Gesellschaften. Dabei ging es sowohl um historische Aufarbeitung als auch um eine Gegenwartsperspektive auf Protest, Zivilgesellschaft und demokratische Verantwortung inner- und außerhalb der Kirche.
Zu der Veranstaltung lud die Evangelische Akademie zu Berlin gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt ein.
Erschienen am 25.06.2026
Aktualisiert am 25.06.2026



