Globale Perspektiven auf die Geschichte des antimuslimischen Rassismus

Workshop

Globale Perspektiven auf die Geschichte des antimuslimischen Rassismus

Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit (Teil 2)

Rassismus und Religion

Tagungsnr.
22036
Von: 05.05.2022 18:00
Bis: 05.05.2022 20:00
Online
two vintage suitcases right on top of a some stone wall

© Mauricio Acosta / Adobe stock

Inhalt

Wie viel Kolonialismus steckt in der heutigen Islamdebatte? Dieser Frage gehen wir im zweiten Werkstattgespräch der Reihe „Rassismus und Religion “ nach. Wir betrachten die lange Geschichte von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit in ihrer globalen Reichweite.

Das Feindbild Islam ist geschichtlich verwurzelt. Die Abwertung von Menschen, die als muslimisch wahrgenommenen wurden, festigte sich besonders in der Zeit des Imperialismus und Kolonialismus. Christlicher Glaube hatte dabei eine wichtige Funktion. Unter dem Banner der Mission wurden andere Religionen, Lebensformen und Kulturen gewaltsam abgewertet und angegriffen. Der Islam wurde schon in dieser Zeit zum Objekt von Beobachtung und „Zivilisierungsmission". Vermeintliche Gegensätze zwischen „Orient und Okzident" wurden konstruiert, die bis heute wirksam sind.

Im zweiten Werkstattgespräch der Reihe erproben wir Möglichkeiten und Methoden, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Fremd- und Selbstbilder historisch und in ihren globalen Zusammenhängen zu reflektieren. Zentral ist dabei die Frage, wie die Vergangenheit gegenwärtige Debatten und Formen von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit prägt.

Referent: Ozan Zakariya Keskinkilic

Rassismus und Religion. Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit

Wie erkenne ich antimuslimischen Rassismus, und inwiefern hat er etwas mit Religion und Glauben zu tun? Welche historischen Erfahrungen prägen heutige Bilder von Islam und Muslim*innen?

In dieser Reihe beleuchten wir Merkmale und Auswirkungen antimuslimischer Stereotype. Wir fragen nach globalgeschichtlichen Verwurzelungen von Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit. Und wir diskutieren, was eigene Glaubensüberzeugungen und der (mutmaßliche) Glaube des Gegenübers mit rassistischen Einstellungen zu tun haben.

Die Werkstattgespräche zu Islam- und Muslim*innenfeindlichkeit richten sich an Multiplikator*innen in der Jugendarbeit, in der politischen und religiösen Bildung und im interreligiösen Dialog.

In dieser Reihe greifen wir Erkenntnisse und Problemstellungen aus der Studie „Perspektiven auf Gesellschaft, Religion und Islamdebatte" auf, die wir auf einer Fachtagung am 24. März 2022 vorgestellt und diskutiert haben. Die Studie wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) und dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Islam- und Muslimfeindlichkeit erstellt.

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Leitung

Dr. Sarah Albrecht

Studienleiterin Theologie und interreligiöser Dialog

Dr. Hannah Schilling 2021

Dr. Hannah Schilling

Studienleiterin für gesellschaftspolitische Jugendbildung

Telefon (030) 203 55 - 311

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