Jugend findet Stadt

Kongress Ungleich Berlin

Jugend findet Stadt

Realitäten, Erkundungen und Gestaltung

Tagungsnr.
26033
Von: 24.03.2026 13:30
Bis: 24.03.2026 19:00
Französische Friedrichstadtkirche
Gruppe Jugendlicher auf einem Gehweg vor Mehrfamilienhäusern

© Schilling/EAzB

Der Kongress lädt jugendpolitisch Interessierte ein, gemeinsam zu erkunden, wie die städtische Teilhabe Jugendlicher und junger Erwachsener in Berlin gestaltet werden kann. Auf dem Programm stehen Workshops zur Wohnungskrise, zu digitaler und analoger Aneignungspraxis junger Menschen sowie zu Methoden politischer Bildung im Stadtraum. Daneben laden wir zur Premiere eines Films ein, den junge Teilnehmende im Projekt "Wem gehört die Stadt" gedreht haben. Die darin angesprochenen Themen stellen wir anschließend zur politischen Debatte.

Inhalt

Räume werden enger in Berlin – auch für junge Menschen: Wohnraummangel und steigende Mieten verdrängen Familien aus innerstädtischen Bezirken oder belasten die Haushalte, Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich betreffen auch die Möglichkeiten junger Berliner*innen, sich zu entfalten und zu entwickeln.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Konsequenzen enger werdender Räume für die Teilhabechancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenzutragen. Ebenso wird es darum gehen zu überlegen, was getan werden kann, um in der gesellschaftspolitischen Debatte die Interessen dieser Zielgruppe zu stärken und zu unterstützen. Impulse aus Wissenschaft und Praxis sowie eine Methodenwerkstatt sollen dazu befähigen, Jugendliche in ihren stadtpolitischen Anliegen zu stärken.

Auch junge Berliner*innen bringen ihre eigenen Perspektiven auf städtische Teilhabe ein. Sie zeigen ihren Film zum Thema „Wem gehört die Stadt“. Ausgehend von ihren Perspektiven diskutieren wir anschließend mit Multiplikator*innen und Politiker*innen, was in Berlin getan werden muss, um Räume für Jugendliche zu sichern und auszubauen. Zu Gast: MdA Sevin Aydin (SPD), MdA Klara Schedlich (Bündnis90/Die Grünen), MdA Lilia Usik (CDU) sowie Tilmann Weickmann (Landesjugendring Berlin).

Programm

Programm

Ab 13:00 Anmeldung

13:30 Begrüßung

Aufwachsen in Berlin – Realitäten und Träume

Impuls: Mai-An Nguyen, Theaterpädagogin & Regisseurin, Schaubühne Berlin

14:15 Raumknappheit: Auswirkungen auf Bildungspraxis und Möglichkeitshorizonte

Workshop 1

Nicht ohne mein Smartphone – Städtischer Alltag von Jugendlichen als Digital Natives
Konsequenzen für die jugendgerechte Gestaltung von städtischen (Bildungs-)Räumen

Der Workshop gibt Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse zum digitalen Alltag Jugendlicher in Berlin: Wie nutzen sie Smartphones, Apps und Internet, um sich die Stadt zu erschließen, sich sicher zu bewegen, ihre Freizeit zu gestalten und soziale Beziehungen zu pflegen? Gemeinsam diskutieren wir Chancen und Herausforderungen für jugendgerechte städtische (Bildungs-)Räume – von neuen Lieblingsorten, neuen Mobilitätsmustern und Freizeitpraktiken bis hin zu sozialen Ausschlüssen und Gefährdungen. Im Mittelpunkt steht der Transfer in die Praxis: Welche Konsequenzen ergeben sich für Fachkräfte, Planung und Politik? Und welche Impulse lassen sich für eine zukunftsfähige, jugendgerechte Stadtentwicklung ableiten?

Impuls: Dr. Anna Juliane Heinrich, Projektleitung: Raumwissen Jugendlicher: Die Konstitution von online, offline und hybriden Räumen (SFB 1265 Re-figuration von Räumen), Technische Universität zu Berlin

 

Workshop 2:

Zwischen Bruchstellen und neuen Perspektiven
Solidarisches Wohnen für junge Menschen am Beispiel LAB 661 

Der Workshop nimmt das Projekt LAB 661 als Praxisbeispiel in den Blick und zeigt, wie solidarisches, inklusives Wohnen als Antwort auf die Wohnungskrise junger Menschen gestaltet werden kann. Ein besonderer Fokus liegt auf jungen Frauen aus prekären Verhältnissen, da sie beim Übergang ins eigenständige Wohnen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, in Abhängigkeiten oder Wohnungslosigkeit zu geraten. Anhand der Erfahrungen der am Wohnprojekt LAB 661 beteiligten jungen Frauen lassen sich strukturelle Hürden beim Zugang zu Wohnraum sowie Bruchstellen jugendlicher Wohnbiografien exemplarisch ableiten. Gleichzeitig diskutieren wir, wie Fachkräfte junge Menschen wirksam bei der Verselbstständigung begleiten, Wohnkompetenz stärken und Unterstützungsstrukturen besser vernetzen können.


Leitung:
Cosima Jacobi, social bnb, gangway e.V.

Workshop 3:

Politisches Lernen im/über den städtischen Raum – Methodenwerkstatt

Vor dem Hintergrund schrumpfender und zunehmend regulierter öffentlicher Räume werden Methoden vorgestellt und erprobt, die für Zusammenhänge zwischen Stadt, Macht und sozialer Ungleichheit sensibilisieren. Anhand ausgewählter Methoden aus dem Methodenhandbuch "Aufsuchende politische Bildung" diskutieren wir praxisorientierte Zugänge und loten Möglichkeiten der Anpassung an spezifische Bedingungen in der Arbeit mit Jugendlichen aus. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche Faktoren aufsuchende politische Bildung im Stadtraum mit Jugendlichen gelingen lassen – und wie wir unsere methodischen Entscheidungen daran ausrichten können.

Leitung: Britta Elena Hecking und Luisa Bläse, disruptiF e.V.


16:00 Kaffeepause


16:30 Wem gehört die Stadt?

Film-Premiere und Diskussion mit der Filmcrew des Projekts: Wem gehört die Stadt

17:15 Ungleich Berlin: Raumpolitische Visionen für eine jugendgerechte Stadt

Podium mit jungen Erwachsenen, Zivilgesellschaft und Politik

Gäste:

  • Tilmann Weickmann, Landesjugendring Berlin

  • n.n., Teilnehmende aus dem Projekt „Wem gehört die Stadt?“

  • Sevim Aydin, MdA, Sprecherin für Wohnen und Mieten, Sprecherin für Berufliche Bildung, SPD

  • Klara Schedlich, MdA, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Jugendpolitik und Berufliche Bildung , Bündnis 90/Die Grünen

  • Lilia Usik, MdA, jugendpolitische Sprecherin, CDU

Moderation: Dr. Isabella Hermann, Stiftung Zukunft Berlin

 

18:15 gemeinsamer Ausklang mit Imbiss

Die Ausstellung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung mit dem Titel »Wohnen in Berlin« wird während des gesamten Fachtags vor Ort als mobile Version zu besichtigen sein.

Ort und Anreise

Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
10117 Berlin

Empfohlener externer Inhalt: Karte

Landesjugendring Berlin
Evangelische Berufsschularbeit Haus Kreisau Berlin Jugendbildungsstätte
bpb Bundeszentrale für politische Bildung Anerkannter Bildungsträger Die Evangelische Akademie zu Berlin ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e.V., Berlin
Trotzdem! Die Werkstatt der Evangelischen Akademie zu Berlin.
et evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung
Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Leitung

Dr. Hannah Schilling 2021

Dr. Hannah Schilling

Studienleiterin gesellschaftspolitische Jugendbildung

Telefon (030) 203 55 - 311

Organisation

Eleni Efthymiou

Veranstaltungsorganisation

Telefon (030) 203 55 - 507

Wem gehört die Stadt?

Warum finde ich in Berlin keine Wohnung, die ich bezahlen kann? Wer entscheidet eigentlich, was hier gebaut wird? Gehört die Stadt denen, die sie kaufen und verkaufen? Denen, die mit ihren Häusern und ihrem Boden spekulieren? Oder wem? Wo ist mein Ort in Berlin? Wie werde ich hier gesehen? Und wie …

Trotzdem! Die Werkstatt der Evangelischen Akademie zu Berlin.

TROTZDEM!

Die Werkstatt der Evangelischen Akademie zu Berlin

Es geht ums Ganze: Ob Klimawandel, wachsende Ungleichheit oder neue Kriege in Europa, um nur ein paar Beispiele zu nennen – die Herausforderungen der Gegenwart scheinen unlösbar. Gegen Perspektiv- und Mutlosigkeit setzen wir Trotz und Hoffnung. Denn gerade jetzt ist der Moment, die Zukunft …

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