Hunderttausende Menschen flohen 2015 nach Deutschland. Diese Situation war nicht nur im Blick auf diese große Anzahl von Schutzsuchenden außergewöhnlich, sondern auch in ihrer medialen Sichtbarkeit: Erstmals wurden viele Fluchtwege unmittelbar dokumentiert - nicht von Filmteams oder Nachrichtensendern, sondern von den Geflüchteten selbst. Durch das Mobiltelfon, unverzichtbares Mittel zur Organisation, bewahrten und bewahren sie Erinnerungen an das Zurückgelassene und Bilder ihrer Flucht.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich damals unzählige Clips, die nicht über eine Fluchtgeschichte berichteten, sondern aus ihr heraus entstanden, aus nächster Nähe und ohne Distanz. #MyEscape hat solche Perspektiven gesammelt. Die Handy-Videos von Mohammed aus Syrien, Toba aus Afghanistan oder Wedi aus Eritrea erzählen jeweils: von ihrer Heimat, von ihrem Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht, der Ankunft in Deutschland und den ersten Eindrücken hier. In ausführlichen Interviews kommentieren die drei ihr Filmmaterial. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen auf der Suche nach Sicherheit.
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