Helmuth James von Moltke (1907–1945) zählt zu den prägenden Gestalten des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Anders als andere Oppositionelle war er von Beginn an ein Kritiker der Nationalsozialisten. Im „Kreisauer Kreis“ entwickelte er Vorstellungen für eine politische und gesellschaftliche Neuordnung Deutschlands nach dem Ende der Diktatur – getragen von christlicher Verantwortung, rechtsstaatlichem Denken und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Nach seiner Inhaftierung schrieb er aus der Todeszelle berührende Briefe an seine Frau Freya. Der Briefwechsel zeugt von einem tief reflektierten Glauben und einer bemerkenswerten geistigen Unabhängigkeit. Im Januar 1945 wurde er vom NS-Regime hingerichtet.
Der Publizist Volker Ullrich hat auf breiter Quellenbasis die jüngst erschienenen Biografie Helmuth James von Moltke oder: Wie man den Mut zum Widerstand findet geschrieben. Bei unserer Veranstaltung spricht die Historikerin Annemarie Franke mit Volker Ullrich und Helmuth Caspar von Moltke, dem Sohn von Freya und Helmuth James von Moltke, über dessen Rolle im Widerstand, seinen inneren Antrieb, seine Vorstellungen von einer europäischen Friedensordnung und den Kreisauer Kreis.
Eine Veranstaltung der Freya von Moltke Stiftung in Kooperation mit der Evangelischen Akademie zu Berlin, der Stiftung 20. Juli 1944 sowie dem C.H. Beck Verlag.
Französische Friedrichstadtkirche
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