ie Schöpfungstheologie kommt in der Regel und irritierenderweise ohne christlich-jüdische Bezugnahme aus. Nicht selten wird im Nachdenken über die Schöpfung Israel bzw. das Judentum unsichtbar. In seinem Vortrag wird uns Dominik Gautier andere Wege aufzeigen. Sie stellen diesen Bezug nicht nur wieder her, sondern machen ihn auch zur Grundlage von Schöpfungsverstehen und grundsätzlicher christlicher Weltsicht und -aneignung.
Dr. Dominik Gautier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und forscht zu reformierter Theologie, Rassismuskritik und Ökologie. Er ist Mitgründer des Netzwerks antisemitismus- und rassismuskritische Religionspädagogik und Theologie (narrt) und Co-Vorsitzender des European Forum for the Study of Religion and Environment.
In unserer Reihe Antisemitismuskritische Bibelauslegungen stellen wechselnde Exegetinnen und Exegeten neue Bibelauslegungen vor, die der tradierten Stereotypisierung von Juden, Jüdinnen und Judentum entgegentreten. Die Vorträge sollen Lust machen, das Potenzial biblischer Texte neu zu entdecken und zu zeigen, wie sehr wir davon profitieren, wenn wir sie mit der jüdischen Tradition und nicht gegen sie lesen. Zu der Reihe lädt die Akademie in Kooperation mit dem Institut Kirche und Judentum (IKJ) ein. Die Veranstaltungen werden für das IKJ von Pfarrerin Dr. Marie Hecke mitgeleitet.