Zwischen Verdrängung und Provokation

Vortrag

Zwischen Verdrängung und Provokation

Marie Hecke über das Buch Esther

Antisemitismuskritische Bibelauslegung

Tagungsnr.
26055
Von: 12.03.2026 19:00
Bis: 12.03.2026 20:30
Online

Das Buch Ester erinnert daran, dass jüdisches Leben nie eine Selbstverständlichkeit war – aber auch, dass jüdischer Widerstand erfolgreich sein kann. Marie Hecke spricht über Misogynie und Judenhass, Assimilation und Emanzipation des Jüdischen in diesem Text.

Inhalt

Das Buch Esther wird zu Purim komplett durchgelesen und erzählt von dem Versuch, das jüdische Volk zu vernichten, und von dem erfolgreichen Widerstand der Jüd*innen dagegen. In christlichen Kreisen scheint der Text in Vergessenheit geraten zu sein. Luther betrachtete Esther als „zu jüdisch“, wertete den Text als rachesüchtig und gewaltverherrlichend ab und wollte ihn sogar aus dem christlichen Kanon streichen. Der katholische Alttestamentler Erich Zenger bezeichnete das Ende des Buches Esther als „Antisemitenprogrom“. Bis heute polarisiert der Text, insbesondere die Schilderung des jüdischen Widerstandes. Die Theologin Marie Hecke fragt, warum dem Text, obwohl seine Erzählung hochaktuell und relevant ist, christlich so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und was Christ*innen daran bis heute provoziert.

Die Pfarrerin Dr. Marie Hecke arbeitet am Institut Kirche und Judentum Berlin. Sie ist Theologische Referentin von Prof. Julia Helmke, der Generalsuperintendentin des Sprengels Berlin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO).

In unserer Reihe Antisemitismuskritische Bibelauslegungen stellen wechselnde Exegetinnen und Exegeten neue Bibelauslegungen vor, die der tradierten Stereotypisierung von Juden, Jüdinnen und Judentum entgegentreten. Die Vorträge sollen Lust machen, das Potenzial biblischer Texte neu zu entdecken und zu zeigen, wie sehr wir davon profitieren, wenn wir sie mit der jüdischen Tradition und nicht gegen sie lesen. Zu der Reihe lädt die Akademie in Kooperation mit dem Institut Kirche und Judentum ein.

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Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Prof. em. Dr. Katharina von Kellenbach, PhD

Projektstudienleiterin „Bildstörungen"

Dr. Ulrike Metternich

Projektstudienleitung "Feministische Bibelgespräche"

Telefon (030) 203 55 - 506 (Sekretariat Akademieleitung)

Organisation

Eichhorst, Anne

Anne Eichhorst

Veranstaltungsorganisation, Assistenz des Antisemitismusbeauftragten der EKD

Telefon (030) 203 55 - 407

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