Herodes und der Kindermord

Vortrag

Herodes und der Kindermord

Antisemitismuskritische Bibelauslegung

Tagungsnr.
26047
Von: 09.04.2026 19:00
Bis: 09.04.2026 20:30
Online

© zatletic / Adobe Stock

Der «Kindermord zu Bethlehem» hat eine äußerst schwierige Wirkungsgeschichte. Tanja Oldenhage zeigt diesen Text als treibende Kraft in der Verbreitung der Ritualmordlüge mit ihren katastrophalen Folgen für jüdische Gemeinschaften.

Inhalt

Im 12. Jahrhundert wurde der Kindermord des Herodes auf perfide Weise umgedeutet: Aus den jüdischen Kindern von Bethlehem wurden die ersten Märtyrer Christi. Herodes und seine Schergen wurden zu biblischen Prototypen für die angeblich mordenden Juden der Gegenwart.

Dr. Tania Oldenhage ist Privatdozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel.

In unserer Reihe Antisemitismuskritische Bibelauslegungen stellen wechselnde Exegetinnen und Exegeten neue Bibelauslegungen vor, die der tradierten Stereotypisierung von Juden, Jüdinnen und Judentum entgegentreten. Die Vorträge sollen Lust machen, das Potenzial biblischer Texte neu zu entdecken und zu zeigen, wie sehr wir davon profitieren, wenn wir sie mit der jüdischen Tradition und nicht gegen sie lesen. Zu der Reihe lädt die Akademie in Kooperation mit dem Institut Kirche und Judentum (IKJ) ein. Die Veranstaltungen werden für das IKJ von Pfarrerin Dr. Marie Hecke mitgeleitet.

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IKJ Institut Kirche und Judentum
Freundeskreis der EAzB

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Leitung

Dr. Christian Staffa

Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche

Telefon (030) 203 55 - 411

Prof. em. Dr. Katharina von Kellenbach, PhD

Projektstudienleiterin „Bildstörungen"

Dr. Ulrike Metternich

Projektstudienleitung "Feministische Bibelgespräche"

Telefon (030) 203 55 - 506 (Sekretariat Akademieleitung)

Organisation

Eichhorst, Anne

Anne Eichhorst

Veranstaltungsorganisation, Assistenz des Antisemitismusbeauftragten der EKD

Telefon (030) 203 55 - 407

Antisemitismuskritische Bibelauslegungen

Wie lassen sich die Klischees aufbrechen, mit denen biblische Texte und Motive aufgrund ihrer langen antijüdischen Auslegungsgeschichte behaftet sind? Vorstellungen wie die vom „heuchlerischen“ Pharisäer, einem „Erwählungsdünkel“ Israels, einer „Verschwörung“ jüdischer Eliten oder von …

Bildstörungen

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Elemente einer antisemitismuskritischen pädagogischen und theologischen Praxis

Antijudaismus schafft Zerrbilder, die oft subtil und nur mit geschultem Blick zu erkennen sind. Wer sich einen „Pharisäer“ im Café bestellt, der scheinheilig Alkohol im Kaffee versteckt, wird das meist nicht im Bewusstsein tun, sich gerade an einer antisemitischen Denunziation zu beteiligen. Dabei …

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