Marlene Crüsemann reflektiert antisemitismuskritische Übersetzungsversuche
Vor 20 Jahren wurde die „Bibel in gerechter Sprache“ veröffentlicht, die neben Gerechtigkeit für biblische Frauengestalten und sozialgeschichtlichen Kontextualisierung auch eine wertschätzende Darstellung des Judentums erreichen sollte. Die Neutestamentlerin Marlene Crüsemann hat an den Diskussionen zur Übersetzung teilgenommen und stellt einige Entscheidungen vor. Besonders ihre Ausführungen zum Gottesnamen (JHWH) machen deutlich, was passiert, wenn klassische Bibelübersetzungen („HERR“) wörtlich genommen werden, und was christliche Leser:innen gewinnen, wenn alternative Übersetzungsmöglichkeiten offengelegt und diskutiert werden.
In unserer Reihe Antisemitismuskritische Bibelauslegungen stellen wechselnde Exeget*innen neue Bibelauslegungen vor, die der tradierten Stereotypisierung von Juden, Jüdinnen und Judentum entgegentreten.
Dr. Marlene Crüsemann ist eine der Herausgeberinnen der Bibel in gerechter Sprache. Sie gehört der Gruppe der Exeget:innen des Deutschen Evangelischen Kirchentages und der AG jüdisch und christlich an. Außerdem ist sie Mitglied der Europäischen Gesellschaft für die Theologische Forschung von Frauen (ESWTR).
Erschienen am 29.09.2026
Aktualisiert am 07.10.2026